Für Interessierte:-)

Ein kleines Video aus dem Regenwald, damit ihr euch ein bisschen vorstellen könnt was wir alles so gesehen haben:-)

http://www.youtube.com/watch?v=ME7X_xhPJ6U

18.2.13 00:14, kommentieren

Werbung


Alina & Clari auf Abenteuertour im Amazonasregenwald, Entspannung in Thermalquellen und Shoppingtour

Hallo Freunde,
Die letzte Zeit verging wieder wie im Fluge, wir haben Mitte Februar und einiges zu erzählen.
Angefangen hat dieser Februar mit einer Woche Urlaub. Diese Zeit nutzen wir um an einer Dschungeltour im Cuyabeno Wildlife Reservat teilzunehmen. Nach einer unendlich langen Reise von ca. 15 Stunden landeten wir im Amazonasbecken. Wir schipperten 3 Stunden über einen Fluss- der momentan ziemlich ausgetrocknet ist, vorbei an Schlangen, Affen, Schmetterlingen, ekligen Insekten und wunderschönen Vögeln. Unser Weg  führte zu unserer schönen Lodge mitten im nirgendwo- ohne Strom, dafür mit vielen HaustierenJ
Zusammen mit einem aus einer Karotte kiffenden Argentinier, Holländern, Franzosen und Kanadiern erlebten wir eine unvergessliche Woche im Regenwald. Wir unternahmen viele verschiedene Touren, bei einigen dachten wir unser letztes Stündlein hat geschlagen….

 Unsere Nachttour über den Fluss endete mit einem Motorschaden, da der gute Seemann gegen einen Stock fuhr. Leider hatten wir nur ein Ruder im Boot, sodass wir  mitten in der Nacht irgendwie ans Ufer gelangen mussten, beobachtet von mehreren rotäugigen Augenpaaren die zu Caimanen gehörten.

Wir haben uns vor Angst fast ins Höschen gemacht, aber nach einer Dreiviertelstunde tauchte wie aus dem nichts unsere Rettung auf. Ein kleiner Amazonas Opi schipperte mitten in der Nacht allein über den Fluss und war bereit uns seinen Ersatzmotor zu leihen. Wir hielten dann  irgendwo an um eine kleine Wanderung zu starten, durch die Dunkelheit-ohne Weg, umzingelt von vielen kleinen oder großen ekligen Tieren, stapften wir durch den Regenwald.

 Als wir dann endlich wieder im Boot waren endeckten wir neben uns einen riesigen Caiman, Alina winselte und ich sangJ Die erste Nacht war grauenhaft, wir stellten uns vor was alles im Bett krabbeln könnte und träumten wild von kriechenden Viechern. Der nächste Tag führte uns zu einer kleinen Community die mitten im Nirgendwo lebt. Wir backten traditionelles Yukabrot und stapften noch einmal durch den Regenwald- dieses Mal bei Licht. Ziemlich beeindruckend. Abends dann eine sehr abenteuerliche Tour durch die ausgetrocknete Lagune.

Man muss dazu sagen, dass wir auf der Suche nach einer 6 Meter langen Anakonda waren die überall unter uns im Schlamm hätte stecken können. Alle anderen Touristen machten sich um diese Zeit auf den Heimweg da die Dunkelheit drohte- nicht wir! Wir kamen erstJ mit Gummistiefeln ausgerüstet Watten wir durch die gar nicht Mal so trockene Lagune und steckten mehrfach bis zur Hüfte in der Scheiße. Natürlich hat Clari es geschafft sich in der ersten halben Stunde ein Schlammbad zu gönnen und die Gummistiefel zu verlieren. Die Hello Kitty socken litten.

Nachdem wir Flüsse durchwanderten und auch Alina ein Dreck Bad nahm fanden wir die Anakonda.

Leider sahen wir nur den ekligen Kopf von ihr, begnügten uns 5 Minuten darüber, um dann den Rückweg anzutreten. Nach einer Gefühlten Ewigkeit kamen wir am Boot an, voll mit Matsch und fertig mit den Nerven. Im Nachhinein meinte auch der schnittige Guide, die Tour wäre wohl ein bisschen „loco“ (verrückt) gewesen. Nach einem herrlichen Abendessen beobachteten wir eine riesige Tarantula an der Hauswand. So  verbrachten wir auch die letzten beiden Tage mit Piranhas angeln, Affenbeobachtungen und weiteren Expeditionen. Wir ihr seht also eine unglaublich spannende Woche die sehr abenteuerlich war.

Da wir unsere freie Zeit noch voll auskosten wollten, machten wir uns nach unserer Dschungeltour auf den Weg nach Papallacta. Das kleine Andendorf liegt auf 3400m Höhe und ist für seine heißen Thermalquellen bekannt. Nachdem uns erst mal der Kälteschock überkam, entspannten wir in unglaublich tollen Thermalquellen- den Blick auf den Vulkan Antesania gerichtet. 

 Nach einem herrlichen Entspannungstag machten wir uns auf den Weg nach Otavalo. Otavalo ist bekannt für den größten Artesaniamarkt in Südamerika. Bevor wir uns allerdings dem tollen Angebot widmen konnten, überraschte uns jedoch ein Erdbeben. Bis wir richtig verstanden haben was eigentlich in diesem Augenblick passiert, war es aber zum Glück schon fast wieder vorbei. Zum Glück ist niemandem was passiert und das einzige Übel waren kurzfristige Gleichgewichtsstörungen.
Nach einer ausgiebigen Shoppingtour hatten wir langsam aber sicher die Nase voll und wollten einfach nur zurück nach Santo Domingo. 

 

Zurück in Quito mussten wir für teuer Geld einmal durch die ganze Stadt fahren um ans richtige Terminal zu gelangen. Dort angelangt ersteckte sich eine unendlich lange Schlange vor dem Schalter „Santo Domingo“. Da Feiertage anstanden wollte gefühlt  ganz Ecuador an die Küste reisen, da Santo Domingo auf dem Weg dorthin liegt waren natürlich alle scharf auf einen Bus. Nach 3 stündigem anstehen, 1000- maligem nachfragen ob den auch wirklich für alle Menschen Busse zur Verfügung stehen, sagte uns ein Mitarbeiter das es an diesem Tag doch keine Busse mehr geben würde.  Wie wir den Informationsfluss hier lieben..!Genervt mussten wir also nochmal eine Nacht in Quito verbringen. Glücklicherweise  hatten wir am nächsten Tag mehr Glück und erwischten einen der ersten Busse zurück nach Santo Domingo.

 Ihr seht also: wir hatten eine super schöne Woche und wieder einmal ist uns aufgefallen wie unendlich schön und vielseitig dieses kleine  Land doch  ist.

Bei der Arbeit:

 

Letzte Woche gab‘s für unsere Kinder & Jugendlichen im Casa eine Überraschung. Wir haben Gesichtsfarbe gekauft und 2 Tage damit zugebracht alle möglichen Figuren und Bilder auf Gesichter zu Pinseln.  Es waren herrliche Nachmittage weil sich alle so gefreut haben und richtig glücklich waren.

Leider läuft natürlich nicht alles immer so glücklich ab. Unsere Organisation hat momentan ziemlich große Geldprobleme, da bedeutet dass einige Projekte geschlossen werden müssen.  Es ist wirklich traurig mit ansehen zu müssen wie gute und sinnvolle Projekte einfach nicht weiter arbeiten können, weil das nötige Geld fehlt. 

 Am Dienstag wollen wir mit dem Geld das wir an den „Lochaubilder Nachmittagen“  gesammelt haben, einige Sachen für unsere Casas kaufen gehen. Hier nochmal ein Dankeschön an alle die was dazugegeben haben!

Wir wünschen euch eine gute Zeit.
Fühlt euch gedrückt
Alina & Clari

 

 

18.2.13 00:08, kommentieren

Die Zeit vergeht so schnell- wir haben Februar!!!?

Buenas noches,
Soo, schon wieder so lang her seit wir das letzte Mal geschrieben haben.  Fangen wir am besten chronologisch an. In der ersten Januar Woche erwartete die FASCA 30 Amerikaner. Zahnärzte, Physiotherapeuten und Studenten. Diese Gruppe hatte das Vorhaben alle Kinder der FASCA kostenlos zu behandeln. Da die Ecuadorianer in Sachen Englisch nicht wirklich gut ausgebildet sind und andersrum die Amerikaner in Spanisch genauso, war diese Woche ziemlich anstrengend aber auch sehr interessant für uns Freiwillige. Wir haben unser Bestes gegeben und versucht so gut es geht für beide Seiten zu dolmetschen, was sich allerdings als gar nicht so einfach rausstellte. Spanisch-Englisch-Spanisch, zwischendurch auf Deutsch denken dazu diese ganzen medizinischen Vokabeln, irgendwie kamen wir da manchmal ganz schön durcheinander.  Wir verbrachten die Woche teilweise in Santo Domingo, teilweise in umliegenden Dörfern.  Viele Eltern brachten ihre Kinder um sie vom Zahnarzt behandeln zu lassen, manchmal wurden aber auch die Kinder nur vorgeschickt um eine „Eintrittskarte“ zu ergattern- schlussendlich waren es dann aber die Eltern die dieses einlösten. Zu den Physiotherapeuten kamen viele Eltern die behinderte Kinder haben. Die Therapeuten zeigten den Eltern Übungen die regelmäßig gemacht werden sollten. Viele Behinderungen sind Folgen der Unter- und Falschernährung. Es ist so traurig wenn man darüber nachdenkt, dass sich viele Menschen einfach keine Therapie leisten können und durch das „nichts tun“ alles noch viel schlimmer wird. Manchmal hatten wir auch das Gefühl, dass die Eltern mit dem Wunsch gekommen sind eine Tablette zu bekommen die alles heilt und die Ratschläge von den Therapeuten dann aus Enttäuschung und Wut gar nicht erst angenommen wurden. An einem Abend verteilten wir Essen im Gefängnis was sich im Nachhinein für uns als ziemlich dummer Aktion heraus stellt.  Wir sind mit 30 Amerikanern und einigen Mitarbeitern der FASCA in diese kleine, versiffte (anders kann man es nicht sagen) Gefängnis stolziert und jeder Ami durfte eine Essenstüte an einen Häftling verteilen. Wir kamen uns vor wie im Zoo, auf der einen Seite schaut man die Menschen im Gefängnis selbst wie Tiere an, auf der anderen Seite wird man natürlich genauso angestarrt. Der Blick in einzelne Zellen war ziemlich ernüchternd, keine Betten, keine Möbel eigentlich gar nichts. Die Gefangenen sind auf die Versorgung durch ihre Familien angewiesen, wenn diese kein Essen vorbei bringen, gibt es eben auch kein Essen für die Menschen. Ziemlich schlimm. Das Gefängnis ist ziemlich überfüllt und einige Häftlinge sahen gerade einmal aus als wären sie 14 Jahre alt. Diese Art von Gefängnis ist eigentlich zum Übergang gedacht, die Häftlinge warten auf ihren Prozess. Wenn sie Geld haben und sich einen Anwalt leisten können kommen sie ziemlich schnell wieder raus. Ist das aber nicht der Fall interessiert es auch niemanden wie lange einzelne Menschen dort sitzen. Alles in allem war diese Aktion ziemlich blöd und noch einmal wollen wir da auch ganz bestimmt nicht rein. Aber es ist nun mal einfach auch ein Stückchen Realität, die man vielleicht nicht sehen möchte, aber sie ist definitiv da. Ihr seht also das es eine ziemlich spannende Woche für uns war! Mitte Januar verbrachten wir ein Wochenende damit eine andere Freiwillige in Riobamba zu besuchen. Riobamba ist eine wunderschöne Stadt in den Bergen und ganz anderes als Santo Domingo. Ruhig, sauber  und ungefährlich. Es war so schön einfach mal durch die Straßen zu schlendern ohne ständig übertrieben auf seine Sachen aufzupassen und immer alles im Blick haben zu müssen. Samstags sind wir ziemlich früh aufgestanden um mit dem Zug zur „Nariz del Diabolo“ (dt. Teufelsnase, ein Felsvorsprung) zu fahren. Die Strecke wurde erst vor kurzem wieder eröffnet und ist eine von sehr wenigen Bahnstrecken in Ecuador. Die Strecke verläuft durch die Anden und durchquert verschiedene Klimazonen. Um diesen Felsen zu überwinden, wurden die Gleise in der steilen Wand der Teufelsnase fast übereinander gelegt, der Zug fährt dadurch im Zick Zack rauf und runter was zufolge hat das so mehrere 100 Höhenmeter in wenigen Minuten bewältig werden können. Das lustigste an unserem netten Ausflug war jedoch das wir die ARD getroffen haben, die an diesem Tag eine Reportage über die Zugstrecke drehte. Falls es euch interessiert könnt ihr also am 23 Februar um 16.15 mal das ARD einschalten und euch „Auf Schienen durch die Anden“ anschauen.:-) Es war auf jeden Fall wunderschön und der Ausblick war atemberaubend.
Bei der Arbeit hat sich auch einiges verändert. Diesen Monat gab es einen Wechsel von allen Kindern aus allen Häusern. Das heißt dass wir uns von einigen Kindern und Jugendlichen verabschieden mussten, was ziemlich traurig war. Man gewöhnt sich einfach so an diese kleinen Menschen und schließt sie richtig ins Herz. Jetzt gibt es viele neue Kinder und Jugendliche die auch alle ganz süß sind. Darunter einige Schokobabys….SO Süß! Sooo seit mir nicht böse aber ich bin ziemlich müde und merke das mein geschriebenes deutsch auch schon mal besser warJ Es gäb natürlich noch viel mehr zu erzählen, aber das erzählen wir euch dann persönlich- irgendwann! Nächste Woche haben wir frei, diese Zeit nutzen wir um eine Dschungeltour zu machen. Wir freuen uns schon riesig und sind gespannt was wir alles sehen werden. Ich hoff ich bekomm endlich mal einen Affen zu Gesicht!
Euch wünschen wir eine tolle Fasnacht, feiert schön und genießt die Zeit.

 

Besitos aus dem schönen Ecuador

 

Clari & Alina

1.2.13 05:32, kommentieren

El fin de ano en Santo Domingo de los Tsachilas

Für die dies interessiert: So sieht Silvester in Santo Domingo aus

http://www.youtube.com/watch?v=kbGkTkdFNsE

2.1.13 00:43, kommentieren

Feliz Navidad, Feliz ano nuevo und entschuldigung für die lange Wartezeit

 Ecuador und Weihnachten

Buenas ihr Lieben,
Leider hat der Vorsatz vom letzten Mal nicht funktioniert und wir sind schon wieder recht spät dranJ naja nehmen wir den Vorsatz einfach mit ins Neue Jahr 2013

 

Die letzten Wochen waren vollgepackt mit Weihnachtsvorbereitungen, Weihnachtsvorereeitungen und nochmal Weihnachtsvorbereitungen…Aber zuerst mal noch zu was anderem. Anfang Dezember haben wir ein nettes Wochenende in Quito verbracht, mit einer grausigen Busfahrt, herrlichem Wetter, neuen Bekanntschaften, wunderschönen Aussichten und tollen Märkten!

In den letzten beiden Wochen vor Weihnachten findet die Traditionelle Novena in Ecuador statt.  An den Tagen vom 16. Bis zum 24. Dezember findet ein tägliches Treffen aller Mitarbeiter statt, hier wird gesungen, gebetet. Die Gebete beziehen sich auf die neun Monate vor Jesus Geburt. Im Anschluss an das Gebet fand immer ein gemeinsames Essen statt, und es wurden die Villancicos, traditionelle Weihnachtslieder, gesungen. Dieser Brauch hat uns wirklich sehr gut gefallen und uns auch ein bisschen an die Frühschicht in der Fastenzeit erinnert.

Bei der Arbeit drehte sich die letzte Zeit eigentlich alles um Weihnachten, Geschenke einkaufen, verpacken, Süßigkeutentüten packen, Dekoration basteln usw…

Für das große Weihnachtsfest für alle Kinder aus der Organisation (über 400 Kinder) war ein Krippenspiel geplant indem wir- Clari als „Maria“ und Alina als „Jose“ , mitspielten. Die Proberei war eine ziemlich nervige Sache, weil die Mütter die die anderen Rollen übernommen haben natürlich nicht einmal vollständig zu einer Probe erschienen sindJ naja war auch nicht so schlimm, hat trotzdem geklappt. Das bester am Krippenspiel war aber die endlos ausdiskutierte Frage wer denn auf dem Esel reitet. Die Ecuadorianer bestanden darauf das „Jose“ auf dem Esel voraus reiten musste und die schwanger Maria hinterhertraben mussteJ

 Für das große Fest wurde eine riesige Bühne aufgebaut, auf der ein Chor, eine Theatergruppe, das Krippenspiel und ziemlich viele Reden stattfanden. Der Schlusspunkt des gemeinsames Programmes war natürlich eine kurze Tanzsession, in der alle Kinder tanzten, rumsprangen und mit Luftballons gespielt haben. Nach dem offiziellen Teil sortierten sich die Kinder nach den Projekten und holten ihr Geschenk, eine Süßigkeiten tüte (sehr liebevoll von uns gepacktJ) Reis, Hähnchen und Saft ab. Bei dem Projekt „Nuevas Familias“ gabs noch Party mit Musik, Weihnachtsmann und Torte. Das Fest war echt superschön, die ganzen lachenden Kindergesichtlein waren dafür der perfekte Beweis.

 Das nächste große Weihnachtsfest fand nur einen Tag später statt. Ein super nobles Weihnachtsabendessen (Cena de Navidad) für alle Mitarbeiter der FASCA. Tische und Stühle mit weißen Überwürfen und roten Schleifen, essen mit MESSER und GABEL ohne LÖFFEL, Frauen in mega schicken Kleider, Männer im Smoking, ceateringservice mit Tischservice ihr seht also alles sehr vornehm und nobel. Vor dem Essen wurde noch ein neuer High- Teck Raum mit 18 neuen PC’s, Beamer und alles was sonst noch dazu gehört eingeweiht…
Der Abend war super aber irgendwie war es doch auch wieder verstörend zu sehen wie gegensätzlich vieles hier ist.

Am 21 Dezember sollte ja angeblich die Welt untergehen. Da uns dieser kranke Gedanke eh nicht interessiert haben, haben wir das auch irgendwie komplett vergessen. Ein Taxifahrer hat uns am 21 darauf hingewiesen das wir Kerzen kaufen müssen heute Abend würde das Licht ausgehen und wir hätten keinen Strom in der Stadt. Da uns das eine Señora auch schon mal ernsthaft erzählt hat dachten wir gut kaufen wir eben kerzen- hier wundert es einen ja nicht wenn das Licht mal ausgehen würde, oder ausgeschaltet werden würde keine Ahnung…wir dachten uns auf jeden Fall nichts dabei bis wir Maria Elena davon erzählt haben, die hats natürlich sofort völlig verrissen vor Lachen und sie meinte ob wir tatsächlich glauben wir brauchen die Kerzen am Abend sie glaube aber nicht daran das die Welt untergehe. Ziemlich blöd aber immerhin hatte sich mächtig was zu lachen.

Süßigkeiten Aktion, Weihnachten Silvester 

Hola Freunde hier noch mehr aus den letzten Wochen wir waren mal wieder extrem faul wie ihr seht J
Nach dem wir innerhalb von 2 Tagen knapp 500 Süßigkeitentüten gepackt haben hatten wir natürlich noch nicht genug davon. Da ehemalige Freiwillige letztes Jahr schon ne Aktion gemacht haben, mit ein bisschen Geld aus Deutschland auch an andere Kinder in sehr armen Stadtvierteln oder in den ländlichen Gebieten Süßigkeiten zu verteilen und dafür gerne wieder Geld gespendet hätten; beschlossen wir  spontan wir brauchen mehr Schokolade und CO. Da schon im letzten Jahr 2 Mitarbeiter daran beteiligt waren machten wir uns mit diesen an die Arbeit und konnten immerhin noch einmal knapp 170 Tüten packen da doch einiges an Geld zusammen gekommen war. Am 24. Also dem Weihnachtsmorgen, machten wir uns dann wie kleine Weihnachtsmänner mit den beiden Ecuadorianern auf den weg aufs Land um dort die tüten zu verteilen, man muss allerdings dazu sagen; dass wir zuvor mehr als 2 Stunden auf sie gewartet haben , aber wir wären ja nicht in Ecuador Die Kinder aus dem Dorf waren schon alle auf nem größeren Platz versammelt und freuten sich riesig über unser kleinen Tüten, danach gings weiter mit dem Auto mitten ins nirgendwo rein wo wir immer mal wieder einem Kind eine kleine Freude machen konnten. Mit den restlichen Süßigkeiten sind wir dann in eines der ärmsten Viertel von Santo Domingo gefahren, wir durften auch nicht aussteigen weil das zu gefährlich gewesen wäre, und auch hier war die Freude unbeschreiblich groß, also alles in allem eine super schöne Aktion auch wenn uns leider viel zu schnell die Süßigkeitentüten ausgegangen sind. Wir waren ein bisschen hin und her gerissen zwischen den ärmlichen Verhältnissen und den glücklichen Gesichtern der Kinder und noch absurder wurde unser Weihnachten als wir kurz darauf mit unseren Familien  in Deutschland am üppig gedeckten Weihnachtstisch telefonierten.
Aber auch wir waren ja  schließlich zu nem Weihnachtsessen, im Waisenhaus in dem wir arbeiten eingeladen und wurden erstmal von allen Kindern in ihren wunderhübschen weihnachtsoutfits begrüßt. Daraufhin mussten wir, große Überraschung …. TANZEN mal wieder aber die Kinder waren begeistert und später wurden auch mit ein paar wenigen noch ein paar Weihnachtslieder angestimmt, wir haben uns da dann doch mal dezent zurück gehalten Dann haben wir natürlich erfahren dass es traditionell eigentlich erst um 12 nachts Abendessen gibt und wir doch dort übernachten sollen, woraufhin wir beide doch ein bisschen grätig waren ( wie das bei uns halt so ist wenn wir en riesen Hunger haben) weil wir sicher nicht vorhatten dort zu übernachten. Naja letztendlich durften wir beide dann früher essen, es gab traditionell für Ecuador Truthahn und natürlich REIS welch Überraschung. Natürlich gabs auch noch ne kleine Bescherung da wir für jedes Kind ein kleines Präsent hatten, unteranderem selbergenähte puppen für die kleinen Mädels ( wir haben uns echt Mühe gegeben und unsere Nähkunst vllt ein bisschen verbessert , und sie sahen auch echt toll aus trotzdem isch gleich bei einer schon fast der halbe Kopf abgefallen J ). Sogar wir haben dann im Namen von allen Kindern von den Hausmüttern ein Geschenk bekommen, eine Tasche auf die Ecuador aufgestickt wurde. Unser Weihnachten war also ganz nett, wenn auch manchmal ein bisschen verstörend, wir bevorzugen dann doch besinnlichere Weihnachten in Deutschland.

Am ersten Weihnachtsfeiertag wurden wir dann eingeladen, mal wieder  sehr kurzfristig muss man dazu sagen, mit unserer Chefin Daisy deren Freund und ihrem Bruder zu einem Wasserfall zu fahren. Dieser Plan wurde allerdings durchkreuzt als uns während der Fahrt die Motorhaube mit voller Wucht gegen die Windschutzscheibe knallte, diese wurde allerdings dann mit lediglich nem stück Draht und nem alten Gummischlauch wieder festgebunden und weiter gings allerdings zu nem näher gelegenen Fluss, isch natürlich auch gar nicht mal so ungefährlich mit so nem Auto dann weiterzufahren, aber ihr seht in Ecuador sind solche Kleinigkeiten gar kein Problem. Der Fluss war allerdings echt schön nur leider haben die guten uns natürlich vergessen zu sagen dass wir Badesachen brauchen, war also nix mit en bisschen schwimmen für uns. Dafür haben wir dann wild gegrillt und nur in Südamerika würde man auf die Idee kommen en Feuer auf trockenem Laub und ohne irgendwelche steine drum rum zu machen aber ja es ist ja dann alles gut gegangen, auch wenn wir bisschen Angst hatten die nähere Umgebung abzufackeln. Ihr seht also Weihnachten war dieses Jahr mal ganz andersch

Gestern ist ja dann Silvester gewesen und clari und ich haben beschlossen in santo domingo zu bleiben. Wir wurden dann von Daisy ihrem Freund Danilo und ihrem Bruder dazu genötigt deutsch zu kochen und habens uns natürlich nicht nehmen lassen auch ordentlich was aufzutischen also haben wir selber Maultaschen gemacht ( ne mortz Arbeit sag ich euch) und als Hauptgang Frikadellen mit Kartoffelbrei, wir standen also ewig in der Küche und sind trotzdem nicht ganz sicher ob ihnen so en deutsches essen ganz ohne reis überhaupt geschmeckt hat. Außerdem haben wir uns ne Ausstellung auf der Straße mit Pappmaschee puppen angeschaut, was wirklich beeindruckend war, denn in Ecuador ist es Tradition an Silvester sogenannte ano viejos zu machen und diese um 12 Uhr zu verbrennen, da sie für alles schlechte aus dem vergangenen Jahr stehen. Natürlich haben wir auch 12 Uhr in Deutschland nicht verpasst und die Gelegenheit genutzt mit unseren ecuadorianischen freunden um 6 Uhr das erste Mal, mit Cuba libre keinem Sekt, anzustoßen. Um kurz vor 12 sind wir dann zu Daisys Familie, dort haben wir dann traditionell 12 Trauben in einer Minute gegessen ( uns wurde en bisschen schlecht weil sie echt riesig waren) und Sekt getrunken. Um 12 wurde dann mit Feuerwerk rumhantiert des auf jeden Fall nicht ganz so sicher war und die ano viejos wurden vor jedem Haus verbrannt, sodass überall kleine Scheiterhaufen waren. Zurück in Danilos Haus wurde dann natürlich wie bei uns auch getrunken und getanzt, wir haben uns zuerst gewehrt haben uns dann aber doch mal grundlegende schritte zeigen lassen und fast die ganze Nacht geübt. Aufjedenfall sind wir jetzt schon um einiges besser geworden was Salsa und bachata tanzen angeht im Gegensatz zu den Ecuadorianern sehn wir allerdings immer noch wie leicht verkrüppelte und viel zu steife deutsche aus. Um 6 Uhr morgens sind wir dann total fertig ins Bett gefallen die Ecuadorianer hingegen waren noch top fit (mehr oder weniger).


Die nächsten Tage werden bei uns auch ziemlich stressig werden, da wir jetzt 7 Tage lang helfen müssen für amerikanische Medizinstudenten und Professoren zu übersetzten, da diese sich die FASCA und deren Arbeit anschauen möchte und sie in dieser Zeit auch hier Kinder behandeln möchten. Wird sicher extrem anstrengend und auch en riesen spaß, da unser spanisch ja jetzt auch nicht grad zum Dolmetschen geeignet ist.

Wir melden uns bald wieder besitos
Clarissa & Alina

 

 

2.1.13 00:38, kommentieren

ihr wollt mehr....hier habt ihr:-)

Hallo Freunde J
Hier kommt jetzt gleich noch ein zweiter Blogeintrag, da wir sehr faul waren und doch des meiste berichten wollen.
Aaaalso vor 2 Wochen am Wochenende waren wir mit Johanna, der anderen Freiwilligen hier und 2 weiteren aus der Nähe von Quito in Mindo für ein Wochenende. Mindo ist ein kleines Städtchen am Fuße des Vulkans Pichincha in der Nähe von Quito, das extrem beliebt ist bei jeglichen Touristen und sehr bekannt für die vielen Schmetterlinge und diverse Vogelarten. Nachdem bei der Busfahrt endlich mal alles funktioniert hat und der Bus pünktlich gefahren ist, quartierten wir uns in ein tolles kleines Hostel mit Kolibri Garten und Hängemattenterasse ein und planten unsere Tour für den ersten Tag. Wir wagten uns ans Canopying das heißt wir haben uns an Drahtseilen, über Schluchten durch den Wald geschwungen und haben uns wie Tarzan oder eher gesagt Jane gefühlt Die Angst war am Anfang natürlich riesig, denn jeder der mal in nem Land wie Ecuador war kann sicher verstehn, dass wir den Sicherungen nicht so ganz vertraut haben, war aber alles recht professionell.

Es gab ca. 15 verschiedene Seilbahnen, wobei wir auch zwischen durch ein bisschen wandern mussten, die Aussicht war unglaublich schön, auf die Wälder, das Dörfchen und die vielen Berge außen rum. Das absolute Highlight waren jedoch die besonderen Figuren die wir währenddessen, mit Hilfe der beiden Guides ausprobieren durften. Den Superman, man klammert sich mit Bauch nach unten mit den Füßen an den Guide und streckt die arme und Oberkörper nach vorne ( was gar nicht mal so schlimm war da einer der Guides einer der hübschesten Ecuadorianer war den wir bisher gesehn haben ) und die andere Figur war der Schmetterling, bei dem den Kopf nach unten, Füße nach oben und alles von sich gestreckt dahin gleitet, während einer am Seil wackelt. Wir mussten es natürlich gleich mal ausprobieren und es war auch wirklich ein unbeschreibliches Gefühl, wobei sich einem beim Schmetterling schon der Magen umgedreht hat.

Nach der Anstrengung am Mittag mussten wir natürlich abends erst mal ordentlich essen und haben für ecuadorianische Verhältnisse viel bezahlt, da es auch ein Touristendorf ist, aber es gab LASAGNE da konnten wir Genussesser ( der Genuss kommt hier immer bisschen zu kurz) nicht wiederstehn.
Am nächsten Morgen sind wir dann zum bekannten Schmetterlingshaus ein Stückchen außerhalb von Mindo und wurden im Eingang erst mal von einem Weihnachtsbaum mit bunten, glitzernden Schmetterlingen begrüßt. Die Schmetterlinge waren wunderschön und in allen Farben, Formen und Größen und wir konnten sie mit ein bisschen Banane sogar auf unsere Finger locken.

Am Nachmittag wollten wir uns dann die verschiedenen Wasserfälle anschauen, die es in der Gegend gibt und wagten den ca. 1 stündigen Abstieg (man hat uns davor gesagt es geht 20 Minuten, um dann an einen sehr schönen Wasserfall zu gelangen. Dort angekommen gab es die Möglichkeit aus 12 Metern Höhe in den Topf des Wasserfalls zu springen, was Johanna sich auch traute, wir beide allerdings hatten zu viel Angst da man ja doch nie genau weiß was unterm Wasser isch.
Außerdem gab es neben dran eine sehr baufällig wirkende Rutsche (man kanns fast nicht so bezeichnen), die dann 3 Meter über dem Wasser endet und man ins eiskalte Wasser plumpst.
Das mussten wir dann doch ausprobieren, wobei Clari die schon erkältet war sich des lieber gespart hat. Ich ( Alina) hatte dann doch ein bisschen schiss vor der sehr gammligen Rutsche und dem Absturz. Aber ja man sollte ja nicht meinen, dass man diese Rutsche und den Fall ins eiskalte Wasser unversehrt übersteht, ich allerdings die Dummheit besitze mir meinen Zeh an einem Stein beim Rauslaufen zu brechen :P Dies machte den Aufstieg natürlich um einiges schmerzhafter und quälender als erwartet und so kam ich mit geschollenem blauen Zeh oben an.

Die Schmerzen hielten sich bis dahin aber noch zurück und wir machten uns auf den Weg zurück ins Dorf um dort ein kleines Restaurant zu finden auf dessen Aushängeschild stand DEUTSCHES BROT!!!! wir konnten es nicht glauben, es handelte sich aber wirklich um eine Deutsche die dort lebt und Brot backt und Schweizer Käse verkauft. Daraufhin haben wir erstmal beschlossen dort zu essen und es gab Nürnberger Würstchen mit Kartoffelbrei oder kartoffelsalat- ein Genuss!! J
Nach einem sehr schönen Wochenende sind wir dann aber, wenn auch mit verletztem Zeh wieder gut zu Hause angekommen.
Am nächsten Tag hat es dann eine unserer Mitarbeiterinnen geschafft mir auf den eh schon restlos blauen Zeh zustehn ( das war zu viel ) – dann gings ersch mal zum Arzt -ach nein zu 3 verschieden, von denen einer auch sehr flirtfreudig war. Das Resultat war, nach einem unglaublich skurrilen Röntgen ohne jeglichen Schutz, wo die meisten Patienten quasi nebenan, ohne richtige durchgezogene wand saßen (die strahlen sind ja auch nicht schädlich oder so), fractura de dedo (ja dedo heißt Zeh wir mussten auch lachen). Jetzt muss ich halt noch ne weile ne ziemlich unpraktische Aluschiene tragen aber alles halb so schlimm.

Trotzdem ließen wir uns nicht aufhalten und waren letzten Samstag mit einem anderen Projekt, namens Ninos libres am Strand in der Nähe von Pedernales. Dieses Projekt hilft Kindern, deren Väter wegen Mord, Diebstahl oder Drogenverkauf im Knast sitzen und unterstützt die Familien somit enorm. Dessen Chef hatte uns gefragt ob wir mitkommen würden, da es 20 Mütter und ca. 55 Kinder waren und sie ein bisschen Hilfe gebrauchen konnten. Sowas ist auch nur in Ecuador denkbar denn kein Mensch wusste ob überhaupt ein Kind schwimmen kann oder die Eltern, da es für viele das erste Mal am Strand war.

 Der Knaller allerdings, auch kaum einer der Aufsichtspersonen konnte überhaupt schwimmen!!! Ecuadorianer live- wer muss denn schon schwimmen können bei so vielen Kindern am MEER. Es ging zum Glück aber alles gut und wir, aber vor allem die Kinder und Mütter hatten einen wundervollen tag am Meer. Nach stundenlangem Muschelsuchen, Sandburgenbauen und Plantschen im Pazifik gings dann mit nem fetten Sonnenbrand und total erledigt wieder zurück nach Santo Domingo.


 

Na Freunde, ist euch schon langweilig? Wäre spannend zu wissen wer von euch noch dabei ist mit lesenJ Kommen wir mal zu unserer alltäglichen Arbeit hier. Die macht zurzeit richtig viel Spaß! In den Casas fühlen wir uns richtig wohl und wenn wir kleine und große lachende Gesichter sehen wissen wir: Hier sind wir richtig! Allerdings hat sich auch einiges verändert. Ein paar Kinder sind nicht mehr im Haus eins wurde zum Beispiel jetzt nach Italien adoptiert, 2 andere dürfen zurück zu ihren Eltern usw…Eine Geschichte möchten wir hier aber doch etwas ausführlicher erzählen, zwei Jugendliche von Alina sind von ungefähr 2 Wochen abgehauen. In einer Nacht und Nebelaktion sind sie mit ihren beiden kleinen Kindern aus dem Haus geschlichen..der Grund: Beide hatten ein Problem mit dem Verbot einen Freund  haben zu dürfen. Abgehauen ohne Geld, ohne Zuhause, ohne Arbeit, ohne Schulabschluss aber mit Kind…unglaublich. Gar nicht so unglaublich, dass knapp eine Woche später ein Kind vor dem Büro der FASCA allein abgesetzt wurde…Eine der jungen Mütter hat ihr Kind also quasi ausgesetzt. Das kleine Mädchen ist jetzt wieder im Casa…
Hier in der Stadt gibt es sogenannte „cursos“ in Bastelläden, die Kinder und Jugendlichen aus allen Casas der Organisation dürfen 2 mal in der Woche in diese Cursos und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Puppen aus Moosgummi, Haarschmuck, Näharbeiten usw… wunderschöne Sachen. Eine ziemlich coole Sache wie wir finden und vor allem eine sinnvolle Beschäftigung. Da die Kinder jetzt nach der „Abhaugeschichte“ aber nicht mehr allein in der Stadt unterwegs sein dürfen müssen wir abunzu Aufpasser spielen und unsere Kinder begleiten. Manchmal etwas langweilig für uns aber würden wir es nicht machen dürften sie nicht mehr in ihre geliebten Cursos.
Langsam Weihnachtet es auch im Casa, nicht zuletzt dank unserem wunderschönen (hier muss einfach mal Eigenlob her) selbstgebastelten Adventskalender. Tagelange abendliche Bastelstunden haben sich wirklich gelohnt und die Kinder freuen sie schon tierisch, dass es morgen losgehtJ Befestigt wurde der Adventskalender der aus Engelchen und Weihnachtsmännern besteht, natürlich an der Decke mit HEIßKLEBER..hahaha

 

Auch Bäume stehen langsam schon überall und es wird alles, wirklich alles was man findet dran gehängt. Manchmal sieht man gar nichts mehr von den Plastikästen weil alles blinkt und Glitzert…J Dank Mama Conny kam auch bei uns neulich ein bisschen Weihnachtsstimmung auf, nachdem wir ein gutes Lebkuchen aus ihrem Päckchen (das endlich ankamJ) verspeist haben.
PS: Maria Elena hat auch welche bekommen.

 

Jetzt wird’s endlich mal wieder Tagesaktuell. Heute fand eine Capaticacion statt. Ein AntistressseminarJ Wir sind an einen wirklich schönen Ort an einem Fluss gefahren und unter einem Palmenbedeckten Dach mit Blick auf einen Pool fand das Seminar statt. Zum Glück gabs die Power Point Präsentation auch ausgedruckt so, dass wir dank unseres guten Wörterbuches eigentlich fast alles verstanden haben. Der Typ der das Seminar geleitet hat war allerdings ein bisschen anstrengend und stresste uns sogar auf dem antistressseminarJ und eigentlich war es mehr eine SpaßveranstalungJ Nach dem Mittagessen…bitte ratet……
Spannuuuung: Ja richtig Reis mit Pollo (hühnchen) ging‘s dann zum Abschluss zum Paintball spielenJ Haben wir uns zwar anderes vorgestellt, und die ewige Vorbereitungs- und Übungszeit war völlig für die Katz- aber es war echt lustig. Immer in 3er Teams ausgerüstet mit Pistolen die kleine Farbluftballons abschießen machten wir uns bereit für den kurzweiligen Spaß. Einige aus der Gruppe haben auch nette Mitbringsel von diesem Spiel mitgebracht- dicke blaue Flecken an allen möglichen StellenJ
Dann folgte ein kleiner Höherpunkt des Tages, die Rückfahrt. Auf einmal waren nämlich nur noch eine kleine Busseta und ein Auto da, für die übriggebliebenen ca. 30 Personen. Da wurde aber gar nicht lang nachgedacht…man packt einfach!!!20!!!! Personen in eine Busetta und fährt- als wäre es das normalste der Welt, zurück. Ja Herrlich
Wiedermal ein spannender Tag mit einer wirklich tollen Gruppe (Alles Mitarbeiter der FASCA), ihr seht also uns geht’s richtig gut hier!!
So Ihr lieben, tut uns Leid, wir versuchen in Zukunft regelmäßiger zu schreiben, damit ihr nicht alles auf einmal bekommt! Jetzt reicht’s auch uns obwohl immer noch nicht alles erzählt ist…

 

Wir wünschen euch am Sonntag einen schönen Nikolausmarkt, schnappt nen Glühwein für uns mitJ Wir denken an euch

 

Hasta pronto muchachos!
Besitos!
Alina & Clarissa

 


 


1.12.12 02:43, kommentieren

Sorry Sorry Sorry……Dafür gibt’s jetzt richtig viel!

Hallo ihr Lieben daheim,
Schon wieder sind ein paar Wochen vergangen und es wird endlich Zeit euch mal wieder was von unserem spannenden Leben hier in Ecuador zu berichten.
Fangen wir ganz vorne an- Mi cumpleanos (Mein Geburtstag)!

Obwohl ich anfangs ein glitze kleines bisschen traurig war dieses Jahr ohne euch alle und ohne ein kleines Glas Sekt feiern zu müssen bin ich rückblickend aber doch sehr zufrieden mit einem „etwas anderen Geburtstag“J.

Morgens wurde ich mit einem super schönen Frühstück, mit rosa Luftballons, schöööner Tischdeko und einem tollen Erdbeerkuchen von Johanna und Alina überrascht. Ein kleines Geschenk gabs auch also begann der Tag schon mal super! Den ganzen Tag freute ich mich schon auf das Abendessen, es waren nämlich Spagetti geplant! Der Arbeitstag war dank  vielen Geburtstagsliedern der Kinder und dem üblichen Spaß auch sehr schön und ich freute mich sehr über die vielen Glückwünsche!

Am Abend luden sich dann „ganz spontan“ noch einige Ecuadorianer selbst ein und wir begannen völlig hektisch zu kochen. Völlig fasziniert über die wahnsinnig gut gelungene Tomatensoße mussten wir leider feststellen das diese unsere Gäste nicht überzeugen konnte…sie war ihnen einfach zu SCHARF!! Sie war ihnen einfach zu viel Gewürzt…sind sie ja nicht gewohnt….komischJ
War dann ein Wirklich schöner Abend wir haben viel gelacht und irgendwann mussten sie dann aber gehen weil sie angeschwipst waren…sehr geilJ

Am Tag drauf hat Maria Elena dann ein super gutes „ Nachgeburtstagsmittagessen“ gekocht und es gab einen „Ecuadorianischen Kuchen der anderen Art“ für mich- Äpfel mit sehr leckeren SchokobananenJ Sie ist einfach wirklich ein Engel!
So jetzt aber genug von meinem Geburtstag und hin zu einem etwas ernsteren Thema.

 

Vor einigen Wochen hat Maria Elena uns eingeladen mit ihr zusammen die Häuser der Mütter- die vom Ernährungszentrum unterstützt, zu besuchen. Wir waren schon total gespannt was uns erwarten würde. Alle erzählen immer, dass die Mütter und deren Familien wirklich sehr arm und nur sehr wenig Geld zu Verfügung haben. Wenn diese aber morgens durch die Tür spazieren, kann man sich das gar nicht wirklich vorstellen. Die meisten haben richtig schöne Klamotten an, sehen sehr gepflegt aus und machen eigentlich auch einen „ganz normalen“ Eindruck. Das aber eben doch vieles in der Öffentlichkeit anderes scheint als es in der Realität wirklich ist haben wir dann bei unseren Besuchen aber doch ziemlich deutlich gespürt. Die „Häuser“ waren eigentlich nur ein Gestell aus ein paar Morschen Holzbrettern, ohne Wasser, ohne Toilette, ohne Küche. 2 Betten für 7 Personen und alles dreckig. Mehr Haustiere ( Hunde, Katzen, Schlangen und was weiß ich noch alles), streunen auf dem Boden neben den 2 kleinen Kindern herum und demnächst soll eine kleine „Küchenzeile“ gebaut werden. Und obwohl für uns alles so schlimm und auch eklig aussieht erklärt uns die Sozialarbeiterin, dass es schon viel besser geworden ist. Wir können uns nicht vorstellen wie es dort vor ein paar Monaten noch ausgesehen hätte…

Im nächsten Haus das gleiche traurige Bild, schimmliges Obst auf den Böden ein Huhn im Bett des Babys keine Fenster und überall Dreck.

So zu leben- für uns unvorstellbar. Klar wie man das die Menschen nicht so leben wie wir und ja man hat es vielleicht auch schon mal im Fernsehen oder auf Bildern gesehen aber ein Gesicht zu kennen das zu diesen Häusern gehört fühlt sich doch noch einmal völlig anderes an. Wieder zurück in unserem kleinen Zuhause fühlten wir uns wirklich schlecht. Wie oft sind wir nicht zufrieden mit dem was wir haben, obwohl wir eigentlich so viel Besitzen?? Wie oft sind wir doch neidisch auf das was andere mehr haben? Über was für unbedeutende Dinge machen wir uns oft tagelang einen Kopf? Was für völlig unterschiedliche Realitäten gibt es auf dieser Welt auf der wir alle gleichzeitig leben? Ja hört sich ziemlich philosophisch an aber genau diese Fragen haben wir uns gestellt. Es ist auch die Machtlosigkeit die einem irgendwie zu schaffen macht wenn man solche Umstände sieht und sich nur ansatzweise vorstellen kann was für Probleme diese Menschen haben müssen....

....Und es wäre alles so traurig, gäbe es da nicht trotzdem die Kinder die spielen und lachen auf den Straßen und in den Häusern…

Diese Besuche waren wirklich sehr interessant und wir hoffe, dass es irgendwann die Möglichkeit gibt diese zu wiederholen. Die Caritas hier leistet wirklich viel für diese Stadt und ihre Menschen, diese Besuche haben uns dies noch einmal viel mehr gezeigt!

 

Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet. Je mehr jemand die Welt liebt, desto schöner wird er sie finden.


1.12.12 01:51, kommentieren