Neues aus Ecuador

Hola ihr Lieben, Heute gibt’s mal wieder ein paar Eindrücke aus unserem Leben hier in Ecuador. Ich fang mal mit unserer Arbeit an. In den letzten Wochen hat sich langsam aber sicher so was wie Routine und Alltag eingependelt. Wir fühlen uns immer wohler bei der Arbeit und können uns auch schon viel besser einbringen. Auch die Kinder und Jugendlichen werden immer offener zu uns und gewöhnen sich daran, dass jeden Tag zwei alemanas kommen und sich mit ihnen beschäftigen. Schon 7 kleine/ große Wochen sind wir jetzt hier und manchmal wundert es uns selbst wie schnell man sich an Dinge und Sachen gewöhnen kann. Es ist zum Beispiel mittlerweile einfach „normal“ für uns einen Bus mitten auf der Straße anzuhalten, Wasser abzufüllen (es kann ja immer sein, dass es plötzlich kein Wasser mehr gibt) hier noch einmal ein Danke an Tobi, ohne Geldbeutel rumzulaufen, immer mindestens 3-mal nachzufragen, ständig zu warten und abends unter das gute Moskitonetz zu krabbeln. An andere Sachen kann man sich nicht so schnell gewöhnen aber auch das wird noch Unsere Wochentage sind gefüllt mit Spielen, Basteln, lachen, trösten, Windeln wechseln, bei den Hausaufgaben helfen usw. … Uns wird also nicht langweilig und manchmal (meistens bei den Hausaufgaben) werden die Nerven auch ganz schön strapaziert, wenn ein Kind einfach nicht verstehen will wie man 9-3 rechnet. Da hat oft alles keinen Wert… Kein Fingerabzählen, Äpfel Beispielen oder jegelich andere Veranschauungsversuche…ABER man ist ja erst am Anfang. Hierzu muss man sagen, dass die Aufgaben der Kinder oft einfach nicht zum Lernstadium des Kindes passt… man kann mit keinem Kind schreiben lernen, wenn es nicht lesen kann, vor allem nicht wenn es dann auch noch Englisch ist. Genauso schwierig ist es kompliziert einem Jugendlichen Prozentrechnen beizubringen wenn nicht mal die einfachen Sachen wie Plus und Minus richtig beherrscht werden. Oft fehlt auch einfach die Geduld bei den Kindern, weil sie es nicht gewohnt sind, dass sich jemand mit ihnen hinsetzt und Hausaufgaben macht und dazu auch noch möchte das sie es „selbst“ machen und am besten auch noch verstehen Da ist es manchmal einfach besser ein paarmal tief durchzuatmen und abzugeben… Leider verlassen im Dezember 3 Kinder das Casa weil sie adoptiert werden oder zurück zu ihren Familien kommen. Ziemlich traurig, da man sich doch recht schnell an die Kleinen gewöhnt und sie auch ins Herz schließt Auch außerhalb der Arbeit haben wir wieder einiges erlebt. Angefangen mit weiteren interessanten Speisen wie Schweineschwänzen, Innereien (die sind hier sehr beliebt) bis hin zur Colada Morada ( ein traditionelles Getränk aus keine Ahnung, dass mehrere Stunden gerührt wird) und Schnaps. Diesen bekamen wir auf einer Geburtstagshellowenparty serviert. Das lustige das Geburtstagskind hatte gar nicht Geburtstag. Es wurde auch nicht nachgefeiert…nein es wurde quasi vorgefeiert Eine Woche!! Die Party war äußerst durchgeplant…tanzen, tanzen, tanzen, Schnaps trinken (alle aus einem Glas!)- das Geburtstagskind war ziemlich schnell voll, da es mit jedem Gast mehrere Schnäpse trinken musste. Nach uns unendlich langen vorkommenden Tanzeinlagen (Peinlich für uns) wurde irgendwann eine riesige Süßigkeiten bong oder so was Ähnliches aufgehängt…die hätte man zerschlagen sollen, leider ist sie runtergefallen, dann ist auch noch das Schnürchen zum aufreisen abgebrochen also wurde dem Geburtstagskind kurzerhand alles über den Kopf geleert. Alle Gäste stürzten sich dann wie die Wahnsinnigen auf die Süßigkeiten und danach wurde…ratet mal….Richtig wieder getanzt.^^ Nach dem Essen- selbstverständlich bestehen aus Reis, Hühnchen und tonnenweise Mortadella haben wir uns dann verkrümelt. Ziemlich anstrengend solche Partys aber irgendwie auch recht witzig weil alle immer so gut drauf sind. Vor zwei Wochen haben wir am Wochenende die Tsachilas besucht. Die Tsáchilas sind ein indigenes Volk in Ecuador. Sie sind eine der wenigen präinkaischen Kulturen, die noch exisistieren und leben in den Regenwaldgebieten am Westhang der Anden um Santo Domingo de los Colorados und in den angrenzenden Gebieten der Provinzen Pichincha und Esmeraldas. Tsáchilas („wahre/echte Menschen&ldquo ist ihre Eigenbezeichnung. Die spanischsprachige Benennung Colorados (span. für „Rot Gefärbte&ldquo rührt daher, dass sich vor allem die Männer traditionell mit Farbstoffen aus Achiotesamen die Haare rot färbten. War sehr interessant und ein cooles Regenrohr ist auch noch rausgesprungen Letztes Wochenende hieß es dann für uns dank des Feiertags am Freitag: Vamos a la playa….!!! Zusammen mit Johanna und einer anderen Freiwilligen sind wir nach Mompiche gefahren- ein wunderschönes kleines Fischerdorf an der Pazifikküste. Nach einem Verzögerten Start ( der Bus ist natürlich nicht zur richtigen Zeit gefahren kamen wir nach 5 Stunden am Ziel an und wir müssen sagen das hat sich voll und ganz gelohnt. Kilometerlanger Sandstrand mit Kokusnusspalmen und vielen süßen Bambushäusern. Unser Hostel war direkt am Meer gelegen uns so konnten wir in Hängematten chillen, uns im Pazifik abkühlen und bei ausgiebigen Strandspatziergangen viel quatschen. Ein Höhepunkt stellte das kulinarische Angebot dar, Pizza, Nudeln mit Meeresfrüchten, Fisch, unbeschreiblich gute Fruchtsäfte und Cocktails…herrlich So verbrachten wir das Wochenende ziemlich entspannt und zufrieden. Die Rückfahrt hatte da schon wieder einiges mehr an Adrenalin zu bieten, der Bus ist ziemlich vollgestopft und schnell über die Straßen gerast bis uns schließlich die Polizei anhielt und der Busfahrer jetzt anscheinend eine ziemlich hohe Geldstrafe zahlen muss. Langsam beginnt hier in Santo Domingo die Regenzeit, die Nächte regnet es meistens schon durch…sind gespannt wie sich das noch Entwickelt. Man könnte außerdem denken es ist schon Weihnachten. Überall stehen völlig überschmückte Weihnachtsbäume und die Einkaufszentren platzen fast vor Deko Dieses Wochenende bleiben wir hier, vor Wochen hieß es mal wir würden Samstag mit irgendwelchen Kindern an einen Fluss zum Schwimmen fahren aber ob das immer noch aktuell ist….quien sabes??? Wer weiß das schon Hoffentlich war das jetzt nicht zu lang oder zu langweilig aber es ist wirklich schwierig so viel Erlebtes aufs Papier zu bringen glaub das war so das wesentliche „Zum Aufsetzen des Fußes braucht man nur eine kleine Stelle, aber man muss freien Raum vor den Füßen haben, dann erst kommt man kräftig vorwärts.“ Besitos Clari & Alina

9.11.12 04:14, kommentieren

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Mal wieder was von uns

Hola amigos Sooo ja wir leben noch, wir waren nur in den letzten Tagen ein bisschen schreibfaul Also vorletztes Wochenende waren wir mit Johanna, der anderen Freiwilligen und 2 Ecuadorianern am Cotopaxi, das ist der älteste aktive Vulkan. Aber wir wären natürlich nicht in Ecuador wenn wir am Donnerstag Abend (wir wollten am Freitag los!! ) schon gewusst hätten wie wir dort hinkommen oder wann wir losfahren. Letztendlich haben wir dann erfahren dass wir ein Auto mieten und am Freitag morgen starten. Als uns die beiden Ecuadorianer dann, natürlich mit Verspätung, hier abholten mussten wir feststellen, dass das geliehene Auto eigentlich nur für 4 Personen war, was sich auf der stunden langen Fahrt dann als ziemliche Qual für unsere Hintern (die einfach zu groß waren) rausstellte. Am Cotopaxi angekommen (nach tausend mal nachfragen, wer informiert sich schon über Strecke wenn man wegfährt?? Wär ja abartig^^) fragten wir uns wo denn eigentlich dieser Riese ist?? Das Wetter war so schlecht, dass man nichts vom Berg sehen konnte… Egal, wir sind trotzdem hochgefahren und immer schön dem Schnee und der Kälte entgegen. Auf ca. 5000 m kamen wir nicht mehr weiter und wollten zu Fuß ein Stück weiter nach oben laufen…was gar nicht mal so leicht war Kälte, wenig Sauerstoff und unser Mangel an Kondition ermöglichten uns nur einige kleine Schritte- aber die waren ziemlich cool. Beim runterfahren geschah ein Wunder- der Nebel verzog sich und innerhalb von 10 Minuten hatten wir freie Sicht auf den Cotopaxi. Glück gehabt!!! Nach unserem kleinen Ausflug stellte sich die Frage: Wo schlafen wir eigentlich??? Nach weitern uns endlos vorkommenden Kilometern landeten wir in Latacunga, eine wirklich nette Stadt an der Pan Americana. Dort verspeisten wir voller Freude eine PIZZAAA!! GEIL! Ein kleiner Verdauungsspatziergang gewährte uns schöne Einblicke auf die hellerleuchtete Stadt und dannach gings zufrieden und glücklich ins Bettchen. Am nächsten Tag wollten wir zur „nicht weit entfernten Quilotoa Lagune&ldquo in Wirklichkeit stellte sich die Distanz doch als größer hinaus und wir kurvten mehrere Stunden durch die atemberaubenden Anden, vorbei an vielen Alpakas und einer riesigen Baustelle an der wir selbstverständlich eine weitere Stunde warten mussten. Aber der Weg hat sich wirklich gelohnt, an der Lagune kamen wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Wir machten uns auf den Weg die Kraterrand runter zu laufen- war weiter und steiler als es aussah Unten angekommen konnten wir die schönen Trachten der indigenen Frauen live betrachten und trafen außerdem eine sehr nette Österreicherin. Irgendwie mussten wir aber wieder hoch, ein Blick nach oben und uns war klar…ich kann nicht mehr!! Zum Glück waren die kleinen Indigenos darauf ausgerichtet fette, kleine Touristen auf Pferden (oder Maultieren, man weiß es nicht genau) wieder nach oben zu transportieren. Ein spannender Ritt so am Abgrund entlang auf totalen fertigen, schwitzenden Pferden die sich äußerst gern am Abgrund bewegten. Danach ging es für uns langsam auf den Rückweg, aus den geplanten 2 Stunden wurden selbstverständlich 6. Man muss dazu sagen das es so neblig war, dass unser Fahrerin kurzfristig nur mit der Hilfe des aus dem Fenster hängenden Beifahrers die Straße erahnen konnte. Das Abendessen- Hühnchen mit Salt wurde uns in der darauffolgenden Woche etwas zum Verhängnis wenn ihr versteht was wir meinen Alina lag die ganze Woche flach. In der darauffolgenden Woche war ich (clari) am „ Dia de la alimentacion“ Tag der Ernährung. Mit ein paar kleinen Ecuadorianern machte ich mich auf den Weg in einen schönen Park in dem sich viele Organisationen die irgendwas mit Ernährung zu tun haben eingefunden haben. Die FASCA (also wir) steckte viele viele kleine Fruchtspießse zusammen und dazu gab es grüne Empanadas. Dann kamen viele Schulklassen und jedes Kind musste sich anhören welche Vitamine in dem Essen drin ist und wenn man eine Frage richtig beantwortet hat, gabs sogar was zum Essen Nachdem alles aufgegessen war machte ich mich mit der Ernährungsberaterin auf den Weg alles andere zu probieren…muuuuy rica!!! Bei der Arbeit läufts ansich auch ganz gut macht jeder von uns viel Spaß auch wenn die Kinderchen und auch Alina’s Jugendliche manchmal ganz schön aufdrehen können Am vergangenen Samstag, war dann „ Dia de la familia“, wir sind in einen fetten country club, mit Pool und Bambushütten gefahren (eigentlich die perfekte Partylocation) und haben den ganzen Tag in der Sonne gechillt- nein wir machen hier trotzdem keinen Urlaub!! Badesachen hatten wir leider keine dabei, da wir nicht wussten wo wir hingehen geschweige denn um was für einen Tag es es sich eigentlich handelt Soooo Freunde, das reicht für heute es gäb natürlich noch viel mehr zu erzählen (näheres persönlich)aber wir haben hunger^^ Leider haben wir diese Woche (es ist Dienstag) schon zum 2ten mal kein Wasser… Hasta pronto!! Besitos Alina & Clari

24.10.12 02:04, kommentieren

Haallöchen ihr Lieben,
So es gibt wieder einiges zu erzählen. Freitag gabs ne fette Geburtstagsparty im Casa, Ein Kind wurde ein Jahr, zu Feier des Tages machten sich alle Kinder schick und zogen ihre besten Kleider an. Alle mussten dem Gebburtstagkind ein Ständerchen singen (Dann hat er n Ständerle grigt  und war glücklich) auch ein deutsches war dabei. Als Höhepunkt wurde das Gesicht des Kindes in die riese Sahnetorte (die mindestens 3 Stunden in der Wärme gammelte) gedrückt. Gewaschen wurde es danach leider nicht, so das überall Sahne klebte. Am Freitagabend waren wir zu einer ecuadorianischen Grillparty eingeladen, es gab Unmengen an Fleisch und die wohl beste Guacamole die man sich nur vorstellen kann. Als kleinen Appertiv gab es leckeren Cuba LiebreJ Nach dem wir diese Berge an Fleisch verdrückt haben sind wir mit unserer Chefin und ihrem Freund noch in 2 Bars, hier wurde kräftig getanzt. Salsa, die guten haben uns aber eher ausgelacht- ich hab das Gefühl wir sind zu Deutsch für diese Hüftschwünge und diese Art zu tanzen- zu eng und zu emotional… ^^ war aber lustig das alles zu beobachten. Am Samstag waren wir mal wieder auf dem großen Markt hier und haben leckere Früchte eingekauft, Clari hat auch saugeile Flip Flops gekauft, Alina leider nicht sie hat einfach zu große Füße für dieses Land;-) Nachdem wir dann eine gute halbe Stunde durch die Stadt gefahren sind ( Der Busfahrer versicherte uns er würde ans Zentrum fahren) kamen wir am anderen Ende der Stadt irgendwo an und waren leicht genervt das der gute Mann uns für 25 centavos verkackt hat. So sind wir dann eben mit dem Taxi zurückgefahren. Am Sonntag waren wir dann an einem sehr schönen Fluss „ Rio San Gabriel“, mit vielen schönen Strohhütten, noch mehr süßen Kindern und toller ecuadorianischer Musik. Dort haben wir dann den ganzen Mittag verbraucht und uns auf den Steinen ein bisschen gesonnt. Leider hatten wir keine Badesachen dabei, aber die Frauen dürfen hier glaub eh nur in Hose und T-shirt zum Baden gehen. Am Montag gings dann wieder zum arbeiten Clari wurde von einem süßen kleinen Baby in den Ausschnitt gekotzt- und nein ich finde nicht das Babykotze gut riecht;-). Alina hat ein süßes Bild von einem Verehrer geschenkt bekommen auf dem „ Ich liebe dich sehr“ steht, sehr süß- der Junge ist etwa 6 Jahre alt. Dienstag und Mittwoch ging es Clari nicht so gut, bissl krank aber es geht ihr schon wieder gut! Morgen fahren wir nach Lacatunga, kommen am Samstag anscheinend wieder- es bleibt spannend;-)
Wir melden uns bald wieder
Küssle
Alina & Clari

12.10.12 06:23, kommentieren

Hühnerherz, Moskitostich und einmal auf 2900 m hoch und wieder runter

Holaaaaa Freunde, Soooo die letzten paar Tage ist wieder eine Menge passiert. Fangen wir mit Alina an….Alina’s Beine zählen nämlich momentan sage und schreibe 73 Moskitostiche;-) Woher die kommen?? Tja wenn wir das wüssten. Für Tipps und Ratschläge wie man den Drecksviechern den Kampf ansagen kann sind wir sehr dankbar!! Obwohl das Essen hier bis jetzt ja eigentlich wirklich super war-bis auf einige kleine Ausnahmen, haben wir neulich in Alinas Suppe einen außerordentlich interessanten Fund gemacht- ein Herz. Wir vermuten, dass es sich um ein Hühnerherz handelt, da es wirklich sehr klein war aber man konnte trotz der kleinen Größe den Herzzugang und andere Merkmale ziemlich gut erkennen! Bei der Arbeit läuft es auch gut, Alina gibt fleißig Englischunterricht für die ecuadorianischen Teenager. Könnt ihr euch vorstellen das meinen einen Haufen Kinder einen ganzen Nachmittag mit einem völlig simplen Spiel beschäftigen und glücklich machen kann? Hier funktioniert es hervorragend. Das Spiel heißt Jungla (Dschungel) und hat eigentlich nur 3 wesentliche Figuren, eine Schlange, einen Vogel und einen Elefanten. Zwei Gruppen versuchen jeweils die andere aus dem Urwald zu vertreiben;-) Sehr geil und macht wirklich viel Spaß! Clari hat sich übrigens in ein Baby verliebt;-) Es heißt Micaela und ist wirklich unglaublich süüüß!! Clari ist übrigens schon so drin im Spanisch (zumindest was das ständige nnachfragen angeht), dass sie sogar schon auf deutsche Fragen von Alina mit dem spanischen „que“ (was) antwortet. Am Dienstag war morgens eine Réunion der Organisation, alle Mitarbeiter( waren echt viele) haben zusammen einen Gottesdienst gefeiert und danach gab‘s geiles Frühstück. Wir dachten eigentlich man bespricht dort wichtige Sachen zu Koordination der Projekte oder so…aber naja, hat nicht gestimmt;-) War ziemlich lustig weil uns der Bischof dort auf Deutsch begrüßt hat, er hat in seiner Studienzeit 5 Jahre lang in München studiert. Nachdem er sich über Aach (den Namen) lustig gemacht hat mussten wir an die Jungs aus Oldenburg denken;-). Gestern hieß es dann beim Mittagessen: Ihr müsst morgen nach Quito fahren wegen eurem Visum. Hierzu muss man sagen das dieses gekackte Visum uns schon in Deutschland ziemlich gernervt hat, letzte Woche mussten wir dann unseren Reisepass wegschicken- Da man dieses wahnsinnige Visum (für 7 kleine Monate) hier in Ecuador nocheinmal bestätigen lassen muss, natürlich geht das nur in der Hauptstadt! Nach eindringlichen Fragen, ob man dazu nicht persönlich nach Quito reisen muss und ein Foto benötigt wird, wurde natürlich alles verneint:“ Neiiiin, es reicht vollkommen aus den Reisepass nach Quito zu schicken“. Tja falsch gedacht, wie gesagt sollten wir nach Quito fahren. Die Adresse und die Uhrzeit wann wir mit dem Bus losmüssten würde sie uns später per e-mail schreiben. Es kam dann aber natürlich doch alles anderes. Auf einmal hieß es der gute Padre REIST mit euch, ist er auch;-) Um 6 Uhr heute Morgen ging es dann los. Wir brauchten natürlich wieder knappe 3 Stunden für 133 Kilometer aber man muss auch sagen das diese Stadt knapp 2900m hoch liegt. In dem komischen „Amt“ für Visazeugs meinte der gute Padre dann:“Also, ihr fahrt dann heute noch nach Santo Domingo zurück oder?, cioa“. Bis zu diesem Zeitpunkt dachten wir er fährt mit uns nach Quito UND wieder nachhause! Da standen wir dann also haben einen Zettel ausgefüllt und wurden weitergeschickt um ein Foto machen zu lassen. Die liebe Frau aus dem Amt hat uns aber irgendwie angesehen das wir den Weg zum nächsten Amt niemals finden würden, weil wir auch nicht wussten wo genau wir uns in dieser Stadt gerade befinden. Sie hat uns dann begleitet wir ließen abartig hässliche Fotos schießen und waren um halb 12 mit alles Sachen fertig… Natürlich wollten wir, wenn wir schon da waren und eh selbst entscheiden konnten/mussten wann und wie wir zurückkommen, etwas von dieser riiiießigen Stadt sehen (Wir sind ne Dreiviertelstunde mit dem Bus durch die Südstadt gefahren und waren immer noch nicht am Ende, ja kleine Dorfkinder eben. Wir entschlossen uns dann die Altstadt zu besichtigen, nach einer äußert netten Begegnung mit einem Ecuadorianer der uns im Bus suchte um uns bis zur Basilika zu begleiten und uns vor sämtlichen Gefahren im ganzen Land warnte ( näheres persönlich;-) wäre hier nicht angebracht) stiegen wir auf einer sehr gefährlich aussehenden Treppe zu einem Aussichtpunkt- WAHNSINN!!! Das Laufen in Quito war ziemlich anstrengend, da wir beide ja solche Sportskanonen sind und die Luft da oben doch wesentlich dünner ist als wir es sind;-) Also verbrachten wir den Nachmittag damit rumzuschlendern, Plätze, tolle Kirchen anzuschauen und natürlich eine südamerikanische Spezialität (Nein wir müssen euch enttäuschen kein Meerschweinchen sondern Empanadas) zu probieren- leeeecker. Ja das war unser kleiner, ziemlich kurzer, verstörender aber schöner Trip nach Quito- sicherlich nicht der letzte. Dann sind wir wieder 3 Stunden mit dem Bus zurückgefahren (Clari hat sich fast ins Hemd gemacht) und jetzt sind wir doch ziemlich müde und gehen bald ins Bettchen;-). Wir vermissen euch alle sehr! Bis ganz bald! Abrazos Alina & Clari

1 Kommentar 5.10.12 04:21, kommentieren

El fin de semana

Hallo ihr Lieben,
Unser Wochenende war relativ gechillt. Am Samstag haben wir ein bisschen die Stadt erkundet und haben uns einen großen Straßenmarkt angeschaut auf dem es wirklich alles gab. Hin und wieder konnte man einen Blick auf einen völlig überladenen und kitschigen Weihnachtbaum werfen. An denen hängt wirklich alles dran, riesige Figuren, glitzernde Girlanden und abartig hässliche andere Accessoires – und das alles bei 25 Grad im September;-)
Auch die Gerüche die von allen Seiten auf einen  stoßen sind außerordentlich interessant, leider ist es uns noch nicht gelungen sie zu identifizieren, aber ich glaube das ist auch einfach nicht möglich. Wenn man hier durch die Straßen schlendert muss man das in jeglicher Hinsicht mit sehr offenen Augen tun, der Verkehr ist für einen Fußgänger doch recht gefährlich und wenn man vor sich hinträumt würde es mich nicht wundern wenn man in einen Gulli hineinfällt (Deckel werden hier nämlich überbewertet);-). Man sieht auch unteranderem einfach mal 4 Personen + Hund auf nem einfachen Motorrad oder Roller!! Nach einem kleinen Shoppingbesuch im einzigen Einkaufzentrum der Stadt, wollten wir mit dem Taxi zurückfahren. Leider verstehen sie uns aber nicht und wir verstehen nicht warum;-) Ich glaube manchmal wollen sie auch einfach nicht.
 Am Sonntag sind wir dann wieder mit Maria Elena in die Kirche gefahren- sehr cool. Danach gab es super leckeres Essen (unteranderem Papaya Salat) bei dem wir uns sehr nett mit Maria Elena über deutsche Traditionen wie den Adventskalender, den Laternenumzug an Sankt Martin und über das verstecken von Eiern an Ostern, unterhielten. Auch versuchten wir uns das erste Mal am Wäsche waschen was sich dank der Waschmaschine und dem Trockner hier als relativ einfach erwies. Einige Klamotten hab ich dann allerdings noch versucht mit der Hand zu waschen sie sind bis jetzt noch nicht trocken!! Man muss dazu sagen dass sie seit gestern auf der Wäscheleine hängen- aber hier ist eh nichts wirklich trocken. Sogar die Seiten in den Büchern sind irgendwie feucht. Wir haben den Moskitos jetzt übrigens den Kampf angesagt- mit Teebaumöl. ( Mama ich bin gespannt, wenn’s klappt könntest du noch einmal ein Fläschchen herschicken;-)). Gestern Abend waren wir dann noch Sport (cambinar) auf ecuadorianisch treiben, ja ihr hört richtig, Sport! Ich muss dazu allerding sagen dass es einfach nur ein lockerer Spaziergang auf den Bomboli war. Der Bomboli ist ein Berg hier in Santo Domingo, von oben kann man auf die ganze Stadt herabsehen uns überall auf dem Weg stehen heiligen Figuren. Ziemlich cool und die Art des Sporttreibens sagt uns auch außerordentlich gut zu;-).
Gestern gab es hier anscheinend auch ein Erdbeben das man gespürt hat. Wir haben aber irgendwie nichts mitbekommen was alle ziemlich abartig fanden;-) Vielleicht ist unsere Verbindung zu Pachamama nicht ganz so intensiv;-).Heute Morgen haben wir dann unsere ersten Munecas (Puppen) fertiggestellt. Wir wollen jetzt so viele machen, dass wir jedem kleinen Kind aus den Casas eine schenken können.  Die Kinder in den Casas sind wirklich sehr süß auch wenn sie sich dauerend streiten, blären oder komische Sachen machen. Bei mir (Clari) haben sie heute einer Taube die Flügel mit einer Papierschere geschnitten, ich weiß nicht warum aber es hat ihnen anscheinend irgendwie Freude bereitet. Die Taube tat mir auch ein bisschen leid- würd mich mal interessieren ob sie die Spieleinheit überlebt hat. Ich hab einen Stift gekauft mit dem man auf die Tafel schreiben kann, dieser wurde heute auch gleich eingeweiht und kräftig Galgenmännchen gespielt. Ich hab natürlich vollkommen abgeloost weil ich die meisten Wörter einfach nicht kannte die sie sich ausgedacht haben;-). Ich bin mal gespannt wie lange der Stift hält;-).
Jetzt sind wir gerade ein bisschen dabei unser Wochenende zu planen, wir würden gern raus aus der Stadt an die Flüsse die es hier anscheinend gibt. Mal sehen obs klappt und wir jemanden finden der dort mit uns hingeht  oder wir herausfinden wie man dort hinkommt!

 

Buenas noches Freunde, machts guut!
Wir vermissen euch!
Fühlt euch gedrückt!!

1 Kommentar 2.10.12 03:59, kommentieren

Buenas noches amigos  Sorry das wir uns jetzt erst melden aber immer wenn wir mit arbeiten fertig sind gehen wir eigentlich schon ins Bett, weil wir so unglaublich müde sind…Heute ausnahmsweise nicht Fangen wir beim Montag an, morgens wurden wir abgeholt um uns einige Projekte unserer Organisation anzuschauen. Nach dem wir 4 Stunden in Santo Domingo rumgefahren sind wurden wir in einer Besprechung (wir verstanden nur Spanisch;-)) in Projekte eingeteilt. Morgens ( von 8 bis 12 Uhr) arbeiten wir jetzt hier im Zentrum mit kleinen Babys und deren Mütter zusammen. Die Kinder sind unterernährt und werden hier im Zentrum versorgt während die Mütter, kreative arbeiten (sie basteln Puppen und sowas) und Schulungen über Ernährung absolvieren. Die Babys sind wirklich süß bis auf einige Ausnahmen;-). Um 12 gibt’s dann almuerzo (mittagessen), haben diese woche schon einige interessante Speisen bekommen (pure Schweineschwarte con reis, Kutteln und Tiramisu mit Marmelade ohne Biskuitkeks;-) ). Um 14.00 Uhr geht’s dann für jede von uns weiter ins Casa. Dort sind Kinder untergebracht die keine Eltern mehr haben, oder wenn diese nicht mehr im Stande sind sich um ihre Kinder zu kümmern. Das kleinste ist gerade einmal 4 Monate alt und wurde mit 4 Wochen im Park ausgesetzt es gibt aber auch Jugendlich die schon 16 oder 17 sind und eigne Kinder haben. Die Häuser sind auch nicht wirklich gut ausgestattet, es gibt kaum Spielsachen außer einen Ball und eine Schaukel. Gestern haben wir jeweils zwei Kinder zur Therapie begeleitet. Clarissa war in einer Rückenschule, dort hat mich das gute Mädchen ziemlich viel gefragt und mein Wörterbuch war mein ständiger Retter;-) Ist die Tasche aus Deutschland? Wie viel Geld verdient dein Vater/ Bruder und deine Mutter?? Ihr Deutschen habt viel Geld nicht? Sehen die Straßen in Deutschland auch so aus wie hier? Warum hast du deinen Freund noch nicht geheiratet? Wollt ihr heiraten und Kinder haben?? Irgendwann war ich echt fertig und wusste auch gar nicht mehr was ich antworten soll, daher war es gut das die Behandlung nach einer Stunde zu ende war und wieder zurück ins Casa sind. Alina hingegen machte Bekanntschaft mit kleinen süßen hüpfenden Tierchen- Läusen;-) Alina begleitete ein Mädchen in ein Behindertenzentrum, nachdem die Therapie zu ende war ging es heiter lustig mit 8 Leuten in einem kleinen Auto zurück. Mann bemerke das, dass Läusekind die ganze Zeit neben ihr saß sie umarmte, knuddelte und mit ihr spielte- tja ziemlich blöd wenn man erst später versteht was einem die ganze Zeit gesagt wird- danke ans Wörterbuch;-) Lena wie groß ist die Inkubationsgefahr??? Heute hatten wir eine ziemlich lustige Taxifahrt, nachdem der Taxifahrer während der halben Fahrt in einer Zeitung blätterte und nach längerem Suchen einen bestimmten Artikel fand (über deutsches Essen und das Oktoberfest) unterhielten wir uns mit ihm über Knödel und Kaiserschmarren;-) Jaja die deutsche Küche ist weltbekannt!;-) Durch Zufall haben wir dann mitbekommen das hier in der Stadt noch 4 andere deutsche Freiwillige sind, sie sind quasi unsere Nachbarn. Die haben wir dann heute Abend besucht und ein bisschen geplaudert. Ecuadorianer sind anscheinend auch ziemlich Emotional, heute war der letzte Arbeitstag von 3 Praktikantinnen und der Abschied wurde ziemlich Tränenreich zelebriert. Man muss dazu sagen, dass die 3 nur knapp 4 Wochen hier gearbeitet haben;-) Jeder am Tisch musste eine kleine Rede schwingen und zum Abschied gab es eine zuckersüße Nachspeise. So Freunde, dass wars erstmal;-) Bis ganz bald!! PS: Alina putzt grad krankhaft penibel (mal wieder) die Küche und ich schau zu;-) So gefällt mir das. Muchos besitos!!!! Alina & Clari

1 Kommentar 29.9.12 05:02, kommentieren

Halloooo Freunde,
Heute morgen starteten wir unseren Tag mit einem Gottesdienstbesuch und es war einfach toll! In dieser Kirche steppte wirklich der Bär, so viele junge fröhliche Menschen, tolle Lieder einfach eine tolle Stimmung. Die Lieder werden nicht so wie bei uns auf einer Orgel begleitet, sondern werden aus großen Lautsprechern vorgespielt und alle klatschen und singen mit. Nach dem Gottesdienst hat uns Maria Elena wieder zum Essen eingeladen- seeehr lecker!! Heute Mittag machten wir uns dann auf den Weg in einen botanischen Garten weil der Bus der dorthin fährt  anscheinend „ muuy peligroso“ (sehr gefährlich) ist, hat uns Marie Elena dort hingefahren  – sie wirklich ein Schatz ist. Nachdem wir uns dann wie Mogli im Dschungel gefühlt haben und die tollen Bananenstauden, Palmen und unseren sprechenden Papageien begutachtet hatten fuhren wir noch ins Shoppingcenter.  Nach einer sehr interessanten Busfahrt;-) Man hält den Bus einfach mitten auf einer Kreuzung und steigt ein;-)   sind wir  eine Ecke zu früh ausgestiegen und haben den Bus wiedergetroffen- er wurde dann gerade repariert, daher also auch die komischen Geräusche;-) So, morgen schauen wir uns dann die Projekte an. Bis gaaanz bald
Besitos
Clari & Alina

2 Kommentare 24.9.12 04:53, kommentieren