ihr wollt mehr....hier habt ihr:-)

Hallo Freunde J
Hier kommt jetzt gleich noch ein zweiter Blogeintrag, da wir sehr faul waren und doch des meiste berichten wollen.
Aaaalso vor 2 Wochen am Wochenende waren wir mit Johanna, der anderen Freiwilligen hier und 2 weiteren aus der Nähe von Quito in Mindo für ein Wochenende. Mindo ist ein kleines Städtchen am Fuße des Vulkans Pichincha in der Nähe von Quito, das extrem beliebt ist bei jeglichen Touristen und sehr bekannt für die vielen Schmetterlinge und diverse Vogelarten. Nachdem bei der Busfahrt endlich mal alles funktioniert hat und der Bus pünktlich gefahren ist, quartierten wir uns in ein tolles kleines Hostel mit Kolibri Garten und Hängemattenterasse ein und planten unsere Tour für den ersten Tag. Wir wagten uns ans Canopying das heißt wir haben uns an Drahtseilen, über Schluchten durch den Wald geschwungen und haben uns wie Tarzan oder eher gesagt Jane gefühlt Die Angst war am Anfang natürlich riesig, denn jeder der mal in nem Land wie Ecuador war kann sicher verstehn, dass wir den Sicherungen nicht so ganz vertraut haben, war aber alles recht professionell.

Es gab ca. 15 verschiedene Seilbahnen, wobei wir auch zwischen durch ein bisschen wandern mussten, die Aussicht war unglaublich schön, auf die Wälder, das Dörfchen und die vielen Berge außen rum. Das absolute Highlight waren jedoch die besonderen Figuren die wir währenddessen, mit Hilfe der beiden Guides ausprobieren durften. Den Superman, man klammert sich mit Bauch nach unten mit den Füßen an den Guide und streckt die arme und Oberkörper nach vorne ( was gar nicht mal so schlimm war da einer der Guides einer der hübschesten Ecuadorianer war den wir bisher gesehn haben ) und die andere Figur war der Schmetterling, bei dem den Kopf nach unten, Füße nach oben und alles von sich gestreckt dahin gleitet, während einer am Seil wackelt. Wir mussten es natürlich gleich mal ausprobieren und es war auch wirklich ein unbeschreibliches Gefühl, wobei sich einem beim Schmetterling schon der Magen umgedreht hat.

Nach der Anstrengung am Mittag mussten wir natürlich abends erst mal ordentlich essen und haben für ecuadorianische Verhältnisse viel bezahlt, da es auch ein Touristendorf ist, aber es gab LASAGNE da konnten wir Genussesser ( der Genuss kommt hier immer bisschen zu kurz) nicht wiederstehn.
Am nächsten Morgen sind wir dann zum bekannten Schmetterlingshaus ein Stückchen außerhalb von Mindo und wurden im Eingang erst mal von einem Weihnachtsbaum mit bunten, glitzernden Schmetterlingen begrüßt. Die Schmetterlinge waren wunderschön und in allen Farben, Formen und Größen und wir konnten sie mit ein bisschen Banane sogar auf unsere Finger locken.

Am Nachmittag wollten wir uns dann die verschiedenen Wasserfälle anschauen, die es in der Gegend gibt und wagten den ca. 1 stündigen Abstieg (man hat uns davor gesagt es geht 20 Minuten, um dann an einen sehr schönen Wasserfall zu gelangen. Dort angekommen gab es die Möglichkeit aus 12 Metern Höhe in den Topf des Wasserfalls zu springen, was Johanna sich auch traute, wir beide allerdings hatten zu viel Angst da man ja doch nie genau weiß was unterm Wasser isch.
Außerdem gab es neben dran eine sehr baufällig wirkende Rutsche (man kanns fast nicht so bezeichnen), die dann 3 Meter über dem Wasser endet und man ins eiskalte Wasser plumpst.
Das mussten wir dann doch ausprobieren, wobei Clari die schon erkältet war sich des lieber gespart hat. Ich ( Alina) hatte dann doch ein bisschen schiss vor der sehr gammligen Rutsche und dem Absturz. Aber ja man sollte ja nicht meinen, dass man diese Rutsche und den Fall ins eiskalte Wasser unversehrt übersteht, ich allerdings die Dummheit besitze mir meinen Zeh an einem Stein beim Rauslaufen zu brechen :P Dies machte den Aufstieg natürlich um einiges schmerzhafter und quälender als erwartet und so kam ich mit geschollenem blauen Zeh oben an.

Die Schmerzen hielten sich bis dahin aber noch zurück und wir machten uns auf den Weg zurück ins Dorf um dort ein kleines Restaurant zu finden auf dessen Aushängeschild stand DEUTSCHES BROT!!!! wir konnten es nicht glauben, es handelte sich aber wirklich um eine Deutsche die dort lebt und Brot backt und Schweizer Käse verkauft. Daraufhin haben wir erstmal beschlossen dort zu essen und es gab Nürnberger Würstchen mit Kartoffelbrei oder kartoffelsalat- ein Genuss!! J
Nach einem sehr schönen Wochenende sind wir dann aber, wenn auch mit verletztem Zeh wieder gut zu Hause angekommen.
Am nächsten Tag hat es dann eine unserer Mitarbeiterinnen geschafft mir auf den eh schon restlos blauen Zeh zustehn ( das war zu viel ) – dann gings ersch mal zum Arzt -ach nein zu 3 verschieden, von denen einer auch sehr flirtfreudig war. Das Resultat war, nach einem unglaublich skurrilen Röntgen ohne jeglichen Schutz, wo die meisten Patienten quasi nebenan, ohne richtige durchgezogene wand saßen (die strahlen sind ja auch nicht schädlich oder so), fractura de dedo (ja dedo heißt Zeh wir mussten auch lachen). Jetzt muss ich halt noch ne weile ne ziemlich unpraktische Aluschiene tragen aber alles halb so schlimm.

Trotzdem ließen wir uns nicht aufhalten und waren letzten Samstag mit einem anderen Projekt, namens Ninos libres am Strand in der Nähe von Pedernales. Dieses Projekt hilft Kindern, deren Väter wegen Mord, Diebstahl oder Drogenverkauf im Knast sitzen und unterstützt die Familien somit enorm. Dessen Chef hatte uns gefragt ob wir mitkommen würden, da es 20 Mütter und ca. 55 Kinder waren und sie ein bisschen Hilfe gebrauchen konnten. Sowas ist auch nur in Ecuador denkbar denn kein Mensch wusste ob überhaupt ein Kind schwimmen kann oder die Eltern, da es für viele das erste Mal am Strand war.

 Der Knaller allerdings, auch kaum einer der Aufsichtspersonen konnte überhaupt schwimmen!!! Ecuadorianer live- wer muss denn schon schwimmen können bei so vielen Kindern am MEER. Es ging zum Glück aber alles gut und wir, aber vor allem die Kinder und Mütter hatten einen wundervollen tag am Meer. Nach stundenlangem Muschelsuchen, Sandburgenbauen und Plantschen im Pazifik gings dann mit nem fetten Sonnenbrand und total erledigt wieder zurück nach Santo Domingo.


 

Na Freunde, ist euch schon langweilig? Wäre spannend zu wissen wer von euch noch dabei ist mit lesenJ Kommen wir mal zu unserer alltäglichen Arbeit hier. Die macht zurzeit richtig viel Spaß! In den Casas fühlen wir uns richtig wohl und wenn wir kleine und große lachende Gesichter sehen wissen wir: Hier sind wir richtig! Allerdings hat sich auch einiges verändert. Ein paar Kinder sind nicht mehr im Haus eins wurde zum Beispiel jetzt nach Italien adoptiert, 2 andere dürfen zurück zu ihren Eltern usw…Eine Geschichte möchten wir hier aber doch etwas ausführlicher erzählen, zwei Jugendliche von Alina sind von ungefähr 2 Wochen abgehauen. In einer Nacht und Nebelaktion sind sie mit ihren beiden kleinen Kindern aus dem Haus geschlichen..der Grund: Beide hatten ein Problem mit dem Verbot einen Freund  haben zu dürfen. Abgehauen ohne Geld, ohne Zuhause, ohne Arbeit, ohne Schulabschluss aber mit Kind…unglaublich. Gar nicht so unglaublich, dass knapp eine Woche später ein Kind vor dem Büro der FASCA allein abgesetzt wurde…Eine der jungen Mütter hat ihr Kind also quasi ausgesetzt. Das kleine Mädchen ist jetzt wieder im Casa…
Hier in der Stadt gibt es sogenannte „cursos“ in Bastelläden, die Kinder und Jugendlichen aus allen Casas der Organisation dürfen 2 mal in der Woche in diese Cursos und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Puppen aus Moosgummi, Haarschmuck, Näharbeiten usw… wunderschöne Sachen. Eine ziemlich coole Sache wie wir finden und vor allem eine sinnvolle Beschäftigung. Da die Kinder jetzt nach der „Abhaugeschichte“ aber nicht mehr allein in der Stadt unterwegs sein dürfen müssen wir abunzu Aufpasser spielen und unsere Kinder begleiten. Manchmal etwas langweilig für uns aber würden wir es nicht machen dürften sie nicht mehr in ihre geliebten Cursos.
Langsam Weihnachtet es auch im Casa, nicht zuletzt dank unserem wunderschönen (hier muss einfach mal Eigenlob her) selbstgebastelten Adventskalender. Tagelange abendliche Bastelstunden haben sich wirklich gelohnt und die Kinder freuen sie schon tierisch, dass es morgen losgehtJ Befestigt wurde der Adventskalender der aus Engelchen und Weihnachtsmännern besteht, natürlich an der Decke mit HEIßKLEBER..hahaha

 

Auch Bäume stehen langsam schon überall und es wird alles, wirklich alles was man findet dran gehängt. Manchmal sieht man gar nichts mehr von den Plastikästen weil alles blinkt und Glitzert…J Dank Mama Conny kam auch bei uns neulich ein bisschen Weihnachtsstimmung auf, nachdem wir ein gutes Lebkuchen aus ihrem Päckchen (das endlich ankamJ) verspeist haben.
PS: Maria Elena hat auch welche bekommen.

 

Jetzt wird’s endlich mal wieder Tagesaktuell. Heute fand eine Capaticacion statt. Ein AntistressseminarJ Wir sind an einen wirklich schönen Ort an einem Fluss gefahren und unter einem Palmenbedeckten Dach mit Blick auf einen Pool fand das Seminar statt. Zum Glück gabs die Power Point Präsentation auch ausgedruckt so, dass wir dank unseres guten Wörterbuches eigentlich fast alles verstanden haben. Der Typ der das Seminar geleitet hat war allerdings ein bisschen anstrengend und stresste uns sogar auf dem antistressseminarJ und eigentlich war es mehr eine SpaßveranstalungJ Nach dem Mittagessen…bitte ratet……
Spannuuuung: Ja richtig Reis mit Pollo (hühnchen) ging‘s dann zum Abschluss zum Paintball spielenJ Haben wir uns zwar anderes vorgestellt, und die ewige Vorbereitungs- und Übungszeit war völlig für die Katz- aber es war echt lustig. Immer in 3er Teams ausgerüstet mit Pistolen die kleine Farbluftballons abschießen machten wir uns bereit für den kurzweiligen Spaß. Einige aus der Gruppe haben auch nette Mitbringsel von diesem Spiel mitgebracht- dicke blaue Flecken an allen möglichen StellenJ
Dann folgte ein kleiner Höherpunkt des Tages, die Rückfahrt. Auf einmal waren nämlich nur noch eine kleine Busseta und ein Auto da, für die übriggebliebenen ca. 30 Personen. Da wurde aber gar nicht lang nachgedacht…man packt einfach!!!20!!!! Personen in eine Busetta und fährt- als wäre es das normalste der Welt, zurück. Ja Herrlich
Wiedermal ein spannender Tag mit einer wirklich tollen Gruppe (Alles Mitarbeiter der FASCA), ihr seht also uns geht’s richtig gut hier!!
So Ihr lieben, tut uns Leid, wir versuchen in Zukunft regelmäßiger zu schreiben, damit ihr nicht alles auf einmal bekommt! Jetzt reicht’s auch uns obwohl immer noch nicht alles erzählt ist…

 

Wir wünschen euch am Sonntag einen schönen Nikolausmarkt, schnappt nen Glühwein für uns mitJ Wir denken an euch

 

Hasta pronto muchachos!
Besitos!
Alina & Clarissa

 


 


1.12.12 02:43

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