Feliz Navidad, Feliz ano nuevo und entschuldigung für die lange Wartezeit

 Ecuador und Weihnachten

Buenas ihr Lieben,
Leider hat der Vorsatz vom letzten Mal nicht funktioniert und wir sind schon wieder recht spät dranJ naja nehmen wir den Vorsatz einfach mit ins Neue Jahr 2013

 

Die letzten Wochen waren vollgepackt mit Weihnachtsvorbereitungen, Weihnachtsvorereeitungen und nochmal Weihnachtsvorbereitungen…Aber zuerst mal noch zu was anderem. Anfang Dezember haben wir ein nettes Wochenende in Quito verbracht, mit einer grausigen Busfahrt, herrlichem Wetter, neuen Bekanntschaften, wunderschönen Aussichten und tollen Märkten!

In den letzten beiden Wochen vor Weihnachten findet die Traditionelle Novena in Ecuador statt.  An den Tagen vom 16. Bis zum 24. Dezember findet ein tägliches Treffen aller Mitarbeiter statt, hier wird gesungen, gebetet. Die Gebete beziehen sich auf die neun Monate vor Jesus Geburt. Im Anschluss an das Gebet fand immer ein gemeinsames Essen statt, und es wurden die Villancicos, traditionelle Weihnachtslieder, gesungen. Dieser Brauch hat uns wirklich sehr gut gefallen und uns auch ein bisschen an die Frühschicht in der Fastenzeit erinnert.

Bei der Arbeit drehte sich die letzte Zeit eigentlich alles um Weihnachten, Geschenke einkaufen, verpacken, Süßigkeutentüten packen, Dekoration basteln usw…

Für das große Weihnachtsfest für alle Kinder aus der Organisation (über 400 Kinder) war ein Krippenspiel geplant indem wir- Clari als „Maria“ und Alina als „Jose“ , mitspielten. Die Proberei war eine ziemlich nervige Sache, weil die Mütter die die anderen Rollen übernommen haben natürlich nicht einmal vollständig zu einer Probe erschienen sindJ naja war auch nicht so schlimm, hat trotzdem geklappt. Das bester am Krippenspiel war aber die endlos ausdiskutierte Frage wer denn auf dem Esel reitet. Die Ecuadorianer bestanden darauf das „Jose“ auf dem Esel voraus reiten musste und die schwanger Maria hinterhertraben mussteJ

 Für das große Fest wurde eine riesige Bühne aufgebaut, auf der ein Chor, eine Theatergruppe, das Krippenspiel und ziemlich viele Reden stattfanden. Der Schlusspunkt des gemeinsames Programmes war natürlich eine kurze Tanzsession, in der alle Kinder tanzten, rumsprangen und mit Luftballons gespielt haben. Nach dem offiziellen Teil sortierten sich die Kinder nach den Projekten und holten ihr Geschenk, eine Süßigkeiten tüte (sehr liebevoll von uns gepacktJ) Reis, Hähnchen und Saft ab. Bei dem Projekt „Nuevas Familias“ gabs noch Party mit Musik, Weihnachtsmann und Torte. Das Fest war echt superschön, die ganzen lachenden Kindergesichtlein waren dafür der perfekte Beweis.

 Das nächste große Weihnachtsfest fand nur einen Tag später statt. Ein super nobles Weihnachtsabendessen (Cena de Navidad) für alle Mitarbeiter der FASCA. Tische und Stühle mit weißen Überwürfen und roten Schleifen, essen mit MESSER und GABEL ohne LÖFFEL, Frauen in mega schicken Kleider, Männer im Smoking, ceateringservice mit Tischservice ihr seht also alles sehr vornehm und nobel. Vor dem Essen wurde noch ein neuer High- Teck Raum mit 18 neuen PC’s, Beamer und alles was sonst noch dazu gehört eingeweiht…
Der Abend war super aber irgendwie war es doch auch wieder verstörend zu sehen wie gegensätzlich vieles hier ist.

Am 21 Dezember sollte ja angeblich die Welt untergehen. Da uns dieser kranke Gedanke eh nicht interessiert haben, haben wir das auch irgendwie komplett vergessen. Ein Taxifahrer hat uns am 21 darauf hingewiesen das wir Kerzen kaufen müssen heute Abend würde das Licht ausgehen und wir hätten keinen Strom in der Stadt. Da uns das eine Señora auch schon mal ernsthaft erzählt hat dachten wir gut kaufen wir eben kerzen- hier wundert es einen ja nicht wenn das Licht mal ausgehen würde, oder ausgeschaltet werden würde keine Ahnung…wir dachten uns auf jeden Fall nichts dabei bis wir Maria Elena davon erzählt haben, die hats natürlich sofort völlig verrissen vor Lachen und sie meinte ob wir tatsächlich glauben wir brauchen die Kerzen am Abend sie glaube aber nicht daran das die Welt untergehe. Ziemlich blöd aber immerhin hatte sich mächtig was zu lachen.

Süßigkeiten Aktion, Weihnachten Silvester 

Hola Freunde hier noch mehr aus den letzten Wochen wir waren mal wieder extrem faul wie ihr seht J
Nach dem wir innerhalb von 2 Tagen knapp 500 Süßigkeitentüten gepackt haben hatten wir natürlich noch nicht genug davon. Da ehemalige Freiwillige letztes Jahr schon ne Aktion gemacht haben, mit ein bisschen Geld aus Deutschland auch an andere Kinder in sehr armen Stadtvierteln oder in den ländlichen Gebieten Süßigkeiten zu verteilen und dafür gerne wieder Geld gespendet hätten; beschlossen wir  spontan wir brauchen mehr Schokolade und CO. Da schon im letzten Jahr 2 Mitarbeiter daran beteiligt waren machten wir uns mit diesen an die Arbeit und konnten immerhin noch einmal knapp 170 Tüten packen da doch einiges an Geld zusammen gekommen war. Am 24. Also dem Weihnachtsmorgen, machten wir uns dann wie kleine Weihnachtsmänner mit den beiden Ecuadorianern auf den weg aufs Land um dort die tüten zu verteilen, man muss allerdings dazu sagen; dass wir zuvor mehr als 2 Stunden auf sie gewartet haben , aber wir wären ja nicht in Ecuador Die Kinder aus dem Dorf waren schon alle auf nem größeren Platz versammelt und freuten sich riesig über unser kleinen Tüten, danach gings weiter mit dem Auto mitten ins nirgendwo rein wo wir immer mal wieder einem Kind eine kleine Freude machen konnten. Mit den restlichen Süßigkeiten sind wir dann in eines der ärmsten Viertel von Santo Domingo gefahren, wir durften auch nicht aussteigen weil das zu gefährlich gewesen wäre, und auch hier war die Freude unbeschreiblich groß, also alles in allem eine super schöne Aktion auch wenn uns leider viel zu schnell die Süßigkeitentüten ausgegangen sind. Wir waren ein bisschen hin und her gerissen zwischen den ärmlichen Verhältnissen und den glücklichen Gesichtern der Kinder und noch absurder wurde unser Weihnachten als wir kurz darauf mit unseren Familien  in Deutschland am üppig gedeckten Weihnachtstisch telefonierten.
Aber auch wir waren ja  schließlich zu nem Weihnachtsessen, im Waisenhaus in dem wir arbeiten eingeladen und wurden erstmal von allen Kindern in ihren wunderhübschen weihnachtsoutfits begrüßt. Daraufhin mussten wir, große Überraschung …. TANZEN mal wieder aber die Kinder waren begeistert und später wurden auch mit ein paar wenigen noch ein paar Weihnachtslieder angestimmt, wir haben uns da dann doch mal dezent zurück gehalten Dann haben wir natürlich erfahren dass es traditionell eigentlich erst um 12 nachts Abendessen gibt und wir doch dort übernachten sollen, woraufhin wir beide doch ein bisschen grätig waren ( wie das bei uns halt so ist wenn wir en riesen Hunger haben) weil wir sicher nicht vorhatten dort zu übernachten. Naja letztendlich durften wir beide dann früher essen, es gab traditionell für Ecuador Truthahn und natürlich REIS welch Überraschung. Natürlich gabs auch noch ne kleine Bescherung da wir für jedes Kind ein kleines Präsent hatten, unteranderem selbergenähte puppen für die kleinen Mädels ( wir haben uns echt Mühe gegeben und unsere Nähkunst vllt ein bisschen verbessert , und sie sahen auch echt toll aus trotzdem isch gleich bei einer schon fast der halbe Kopf abgefallen J ). Sogar wir haben dann im Namen von allen Kindern von den Hausmüttern ein Geschenk bekommen, eine Tasche auf die Ecuador aufgestickt wurde. Unser Weihnachten war also ganz nett, wenn auch manchmal ein bisschen verstörend, wir bevorzugen dann doch besinnlichere Weihnachten in Deutschland.

Am ersten Weihnachtsfeiertag wurden wir dann eingeladen, mal wieder  sehr kurzfristig muss man dazu sagen, mit unserer Chefin Daisy deren Freund und ihrem Bruder zu einem Wasserfall zu fahren. Dieser Plan wurde allerdings durchkreuzt als uns während der Fahrt die Motorhaube mit voller Wucht gegen die Windschutzscheibe knallte, diese wurde allerdings dann mit lediglich nem stück Draht und nem alten Gummischlauch wieder festgebunden und weiter gings allerdings zu nem näher gelegenen Fluss, isch natürlich auch gar nicht mal so ungefährlich mit so nem Auto dann weiterzufahren, aber ihr seht in Ecuador sind solche Kleinigkeiten gar kein Problem. Der Fluss war allerdings echt schön nur leider haben die guten uns natürlich vergessen zu sagen dass wir Badesachen brauchen, war also nix mit en bisschen schwimmen für uns. Dafür haben wir dann wild gegrillt und nur in Südamerika würde man auf die Idee kommen en Feuer auf trockenem Laub und ohne irgendwelche steine drum rum zu machen aber ja es ist ja dann alles gut gegangen, auch wenn wir bisschen Angst hatten die nähere Umgebung abzufackeln. Ihr seht also Weihnachten war dieses Jahr mal ganz andersch

Gestern ist ja dann Silvester gewesen und clari und ich haben beschlossen in santo domingo zu bleiben. Wir wurden dann von Daisy ihrem Freund Danilo und ihrem Bruder dazu genötigt deutsch zu kochen und habens uns natürlich nicht nehmen lassen auch ordentlich was aufzutischen also haben wir selber Maultaschen gemacht ( ne mortz Arbeit sag ich euch) und als Hauptgang Frikadellen mit Kartoffelbrei, wir standen also ewig in der Küche und sind trotzdem nicht ganz sicher ob ihnen so en deutsches essen ganz ohne reis überhaupt geschmeckt hat. Außerdem haben wir uns ne Ausstellung auf der Straße mit Pappmaschee puppen angeschaut, was wirklich beeindruckend war, denn in Ecuador ist es Tradition an Silvester sogenannte ano viejos zu machen und diese um 12 Uhr zu verbrennen, da sie für alles schlechte aus dem vergangenen Jahr stehen. Natürlich haben wir auch 12 Uhr in Deutschland nicht verpasst und die Gelegenheit genutzt mit unseren ecuadorianischen freunden um 6 Uhr das erste Mal, mit Cuba libre keinem Sekt, anzustoßen. Um kurz vor 12 sind wir dann zu Daisys Familie, dort haben wir dann traditionell 12 Trauben in einer Minute gegessen ( uns wurde en bisschen schlecht weil sie echt riesig waren) und Sekt getrunken. Um 12 wurde dann mit Feuerwerk rumhantiert des auf jeden Fall nicht ganz so sicher war und die ano viejos wurden vor jedem Haus verbrannt, sodass überall kleine Scheiterhaufen waren. Zurück in Danilos Haus wurde dann natürlich wie bei uns auch getrunken und getanzt, wir haben uns zuerst gewehrt haben uns dann aber doch mal grundlegende schritte zeigen lassen und fast die ganze Nacht geübt. Aufjedenfall sind wir jetzt schon um einiges besser geworden was Salsa und bachata tanzen angeht im Gegensatz zu den Ecuadorianern sehn wir allerdings immer noch wie leicht verkrüppelte und viel zu steife deutsche aus. Um 6 Uhr morgens sind wir dann total fertig ins Bett gefallen die Ecuadorianer hingegen waren noch top fit (mehr oder weniger).


Die nächsten Tage werden bei uns auch ziemlich stressig werden, da wir jetzt 7 Tage lang helfen müssen für amerikanische Medizinstudenten und Professoren zu übersetzten, da diese sich die FASCA und deren Arbeit anschauen möchte und sie in dieser Zeit auch hier Kinder behandeln möchten. Wird sicher extrem anstrengend und auch en riesen spaß, da unser spanisch ja jetzt auch nicht grad zum Dolmetschen geeignet ist.

Wir melden uns bald wieder besitos
Clarissa & Alina

 

 

2.1.13 00:38

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