Alina & Clari auf Abenteuertour im Amazonasregenwald, Entspannung in Thermalquellen und Shoppingtour

Hallo Freunde,
Die letzte Zeit verging wieder wie im Fluge, wir haben Mitte Februar und einiges zu erzählen.
Angefangen hat dieser Februar mit einer Woche Urlaub. Diese Zeit nutzen wir um an einer Dschungeltour im Cuyabeno Wildlife Reservat teilzunehmen. Nach einer unendlich langen Reise von ca. 15 Stunden landeten wir im Amazonasbecken. Wir schipperten 3 Stunden über einen Fluss- der momentan ziemlich ausgetrocknet ist, vorbei an Schlangen, Affen, Schmetterlingen, ekligen Insekten und wunderschönen Vögeln. Unser Weg  führte zu unserer schönen Lodge mitten im nirgendwo- ohne Strom, dafür mit vielen HaustierenJ
Zusammen mit einem aus einer Karotte kiffenden Argentinier, Holländern, Franzosen und Kanadiern erlebten wir eine unvergessliche Woche im Regenwald. Wir unternahmen viele verschiedene Touren, bei einigen dachten wir unser letztes Stündlein hat geschlagen….

 Unsere Nachttour über den Fluss endete mit einem Motorschaden, da der gute Seemann gegen einen Stock fuhr. Leider hatten wir nur ein Ruder im Boot, sodass wir  mitten in der Nacht irgendwie ans Ufer gelangen mussten, beobachtet von mehreren rotäugigen Augenpaaren die zu Caimanen gehörten.

Wir haben uns vor Angst fast ins Höschen gemacht, aber nach einer Dreiviertelstunde tauchte wie aus dem nichts unsere Rettung auf. Ein kleiner Amazonas Opi schipperte mitten in der Nacht allein über den Fluss und war bereit uns seinen Ersatzmotor zu leihen. Wir hielten dann  irgendwo an um eine kleine Wanderung zu starten, durch die Dunkelheit-ohne Weg, umzingelt von vielen kleinen oder großen ekligen Tieren, stapften wir durch den Regenwald.

 Als wir dann endlich wieder im Boot waren endeckten wir neben uns einen riesigen Caiman, Alina winselte und ich sangJ Die erste Nacht war grauenhaft, wir stellten uns vor was alles im Bett krabbeln könnte und träumten wild von kriechenden Viechern. Der nächste Tag führte uns zu einer kleinen Community die mitten im Nirgendwo lebt. Wir backten traditionelles Yukabrot und stapften noch einmal durch den Regenwald- dieses Mal bei Licht. Ziemlich beeindruckend. Abends dann eine sehr abenteuerliche Tour durch die ausgetrocknete Lagune.

Man muss dazu sagen, dass wir auf der Suche nach einer 6 Meter langen Anakonda waren die überall unter uns im Schlamm hätte stecken können. Alle anderen Touristen machten sich um diese Zeit auf den Heimweg da die Dunkelheit drohte- nicht wir! Wir kamen erstJ mit Gummistiefeln ausgerüstet Watten wir durch die gar nicht Mal so trockene Lagune und steckten mehrfach bis zur Hüfte in der Scheiße. Natürlich hat Clari es geschafft sich in der ersten halben Stunde ein Schlammbad zu gönnen und die Gummistiefel zu verlieren. Die Hello Kitty socken litten.

Nachdem wir Flüsse durchwanderten und auch Alina ein Dreck Bad nahm fanden wir die Anakonda.

Leider sahen wir nur den ekligen Kopf von ihr, begnügten uns 5 Minuten darüber, um dann den Rückweg anzutreten. Nach einer Gefühlten Ewigkeit kamen wir am Boot an, voll mit Matsch und fertig mit den Nerven. Im Nachhinein meinte auch der schnittige Guide, die Tour wäre wohl ein bisschen „loco“ (verrückt) gewesen. Nach einem herrlichen Abendessen beobachteten wir eine riesige Tarantula an der Hauswand. So  verbrachten wir auch die letzten beiden Tage mit Piranhas angeln, Affenbeobachtungen und weiteren Expeditionen. Wir ihr seht also eine unglaublich spannende Woche die sehr abenteuerlich war.

Da wir unsere freie Zeit noch voll auskosten wollten, machten wir uns nach unserer Dschungeltour auf den Weg nach Papallacta. Das kleine Andendorf liegt auf 3400m Höhe und ist für seine heißen Thermalquellen bekannt. Nachdem uns erst mal der Kälteschock überkam, entspannten wir in unglaublich tollen Thermalquellen- den Blick auf den Vulkan Antesania gerichtet. 

 Nach einem herrlichen Entspannungstag machten wir uns auf den Weg nach Otavalo. Otavalo ist bekannt für den größten Artesaniamarkt in Südamerika. Bevor wir uns allerdings dem tollen Angebot widmen konnten, überraschte uns jedoch ein Erdbeben. Bis wir richtig verstanden haben was eigentlich in diesem Augenblick passiert, war es aber zum Glück schon fast wieder vorbei. Zum Glück ist niemandem was passiert und das einzige Übel waren kurzfristige Gleichgewichtsstörungen.
Nach einer ausgiebigen Shoppingtour hatten wir langsam aber sicher die Nase voll und wollten einfach nur zurück nach Santo Domingo. 

 

Zurück in Quito mussten wir für teuer Geld einmal durch die ganze Stadt fahren um ans richtige Terminal zu gelangen. Dort angelangt ersteckte sich eine unendlich lange Schlange vor dem Schalter „Santo Domingo“. Da Feiertage anstanden wollte gefühlt  ganz Ecuador an die Küste reisen, da Santo Domingo auf dem Weg dorthin liegt waren natürlich alle scharf auf einen Bus. Nach 3 stündigem anstehen, 1000- maligem nachfragen ob den auch wirklich für alle Menschen Busse zur Verfügung stehen, sagte uns ein Mitarbeiter das es an diesem Tag doch keine Busse mehr geben würde.  Wie wir den Informationsfluss hier lieben..!Genervt mussten wir also nochmal eine Nacht in Quito verbringen. Glücklicherweise  hatten wir am nächsten Tag mehr Glück und erwischten einen der ersten Busse zurück nach Santo Domingo.

 Ihr seht also: wir hatten eine super schöne Woche und wieder einmal ist uns aufgefallen wie unendlich schön und vielseitig dieses kleine  Land doch  ist.

Bei der Arbeit:

 

Letzte Woche gab‘s für unsere Kinder & Jugendlichen im Casa eine Überraschung. Wir haben Gesichtsfarbe gekauft und 2 Tage damit zugebracht alle möglichen Figuren und Bilder auf Gesichter zu Pinseln.  Es waren herrliche Nachmittage weil sich alle so gefreut haben und richtig glücklich waren.

Leider läuft natürlich nicht alles immer so glücklich ab. Unsere Organisation hat momentan ziemlich große Geldprobleme, da bedeutet dass einige Projekte geschlossen werden müssen.  Es ist wirklich traurig mit ansehen zu müssen wie gute und sinnvolle Projekte einfach nicht weiter arbeiten können, weil das nötige Geld fehlt. 

 Am Dienstag wollen wir mit dem Geld das wir an den „Lochaubilder Nachmittagen“  gesammelt haben, einige Sachen für unsere Casas kaufen gehen. Hier nochmal ein Dankeschön an alle die was dazugegeben haben!

Wir wünschen euch eine gute Zeit.
Fühlt euch gedrückt
Alina & Clari

 

 

18.2.13 00:08

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